29.02.2020 – Nordrhein-Westfalen

Jugendbauhütte Rheinland bei der VI. Heimat-Akademie NRW in Xanten

Freiwillige der Jugendbauhütte NRW-Rheinland in ihrer Einsatzstelle, Foto: Dombauhütte Xanten

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Freiwillige der Jugendbauhütte NRW-Rheinland in ihrer Einsatzstelle, Foto: Archäologischer Park / LVR - Römermuseum Xanten

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Junge Leute begeistern sich für das Handwerk

An der VI. Heimat-Akademie Nordrhein-Westfalen am Samstag, den 7. März 2020 von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr – diesmal in den Räumen des LVR-Archäologischen Parks Xanten – referieren um 11.45 Uhr auch Freiwillige der Jugendbauhütte NRW-Rheinland. Ihr „Jugendliches Engagement in der Denkmalpflege“ gehört zu den drei Best Practice-Beispielen, die bei der dem Kulturgut Handwerk gewidmeten Tagesakademie zu Wort kommen. Die Akademie eröffnet Meike Paprotta-Kübler im Namen des Veranstalters, des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW.

Die Heimat-Akademie möchte die Erfahrungswelt vieler Menschen, die in ihrer Freizeit aktiv auf die unterschiedlichste Art und Weise Brauchtum, Geschichte und Tradition mitgestalten und weitervermitteln, wertschätzen und zur Netzwerkbildung anregen. Zumal die Aktiven bereits durch ihr vielseitiges Engagement zur Auseinandersetzung mit lokaler Baukultur anregen und andere zur Mitgestaltung des eigenen Umfelds begeistern. „Damit leisten sie einen äußerst wichtigen Beitrag zum gemeinschaftlichen Zusammenleben hier bei uns im Land“, konstatiert das veranstaltende Ministerium.

Die Jugendbauhütte NRW-Rheinland ist zusammen mit weiteren 14 Jugendbauhütten bundesweit ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren erhalten im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in der Denkmalpflege die Möglichkeit, durch die Auseinandersetzung mit unserem Kulturerbe Klarheit auch über den eigenen Lebensweg zu gewinnen. Zwölf Monate lang arbeiten die jungen Erwachsenen in Einsatzstellen- in Restaurierungswerkstätten, Museen, archäologischen Grabungen und Fachinstitutionen des Handwerks und der Denkmalpflege. Daneben erhalten sie in sechs über das Jahr verteilten Seminarwochen theoretische Kenntnisse aus dem Bereich Denkmalschutz und Denkmalpflege.

Der Erfolg der Jugendbauhütten basiert auf dem Zusammenspiel von praktischer und theoretischer Arbeit. Junge Menschen erhalten die Möglichkeit, sich auszuprobieren und in der Gemeinschaft etwas anzugehen, was sie sich allein nicht zugetraut hätten. Während der praktischen Tätigkeit in den Einsatzstellen werden Selbstorganisation, Verantwortung und zwischenmenschliches Verhalten erlernt. Der Kontakt mit der Berufs- und Arbeitswelt und das Erleben, gemeinschaftlich etwas Sinnvolles zu tun, fördert die Persönlichkeitsbildung. Rund 4.000 Jugendliche haben bislang das FSJ Denkmalpflege absolviert und dadurch ihre Begeisterung für unser kulturelles Erbe entdeckt. Jährlich stehen deutschlandweit rund 300 Plätze zur Verfügung.