31.10.2019 – Jugend , Hessen

„Junge Hände für alte Wände“

Junge Hände... © DSD

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Vortrag über die Jugendbauhütten
der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

„Junge Hände für alte Wände“ – unter diesem Motto stellen Silke Strauch, Referatsleiterin Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), und Oliver Dahn, Leiter der Jugendbauhütte Hessen-Marburg, die Arbeit der mittlerweile bundesweit 15 Jugendbauhütten vor. Mit dem Schwerpunkt Jugendbauhütte Hessen-Marburg erläutert der Vortrag, was Jugendliche unter fachlicher Anleitung in den vergangenen 20 Jahren alles erreichen konnten. Die Vortragsveranstaltung findet auf Einladung des Ortskuratoriums Wiesbaden der DSD am Mittwoch, den 6. November 2019 um 19.00 Uhr im Spiegelsaal der Wiesbadener Casino-Gesellschaft, Friedrichstraße 22 in 65185 Wiesbaden statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der DSD wird gebeten.

Die Jugendbauhütten sind ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd). Sie wenden sich an junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren, um ihnen im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege die Möglichkeit zu eröffnen, Klarheit über den eigenen Lebensweg durch die Auseinandersetzung mit unserem Kulturerbe zu gewinnen. Zwölf Monate lang arbeiten die jungen Erwachsenen in sogenannten Einsatzstellen, also in Restaurierungswerkstätten, Museen, archäologischen Grabungen und Fachinstitutionen des Handwerks und der Denkmalpflege. Daneben erhalten sie in sechs über das Jahr verteilten Seminarwochen theoretische Kenntnisse aus dem Bereich Denkmalschutz und Denkmalpflege.

Das Konzept baut auf der Idee auf, jungen Menschen etwas zuzutrauen, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich auszuprobieren und in der Gemeinschaft etwas anzugehen, das sie sich vielleicht alleine nie zugetraut hätten. Der Erfolg der Jugendbauhütten liegt in dem Zusammenspiel von praktischer und theoretischer Arbeit. Während der praktischen Tätigkeit in den Einsatzstellen werden Selbstorganisation, Verantwortung und zwischenmenschliches Verhalten erlernt. Der erste Kontakt mit der Berufs- und Arbeitswelt und das Erleben, in der Gemeinschaft etwas Sinnvolles zu tun, fördern maßgeblich die Persönlichkeitsbildung.

Rund 4.000 Jugendliche haben bislang ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege in den Jugendbauhütten absolviert und dort ihre Begeisterung für unser kulturelles Erbe entdeckt. Insgesamt stehen deutschlandweit jährlich rund 300 Plätze zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.jugendbauhuetten.de.