07.12.2018 – Hessen

Klosterruine in Waldeck wird gesichert

Die Klosterruine in Waldeck © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

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Landschaftsprägende Mauerreste

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt dank der Lotterie GlücksSpirale in diesem Jahr für die Mauerwerkssanierung der Klosterruine in Waldeck-Ober-Erbe 20.000 Euro zur Verfügung. Der dazugehörige Fördervertrag erreicht Bürgermeister Jörg Feldmann in diesen Tagen. Die Klosterruine Ober-Werbe, eine aus denkmalpflegerischer Sicht für die Geschichte der Klöster und für die Kulturlandschaft der Region von hoher Bedeutung, gehört zu den über 200 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von Lotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Hessen fördern konnte.

"Aufgrund seiner prominenten Lage und seiner geschichtlichen Bedeutung sind die weithin sichtbaren Mauerreste der Klosterruine landschaftsprägend und ein bedeutender geschichtsträchtiger Anziehungspunkt für die Region,“ stellt das Landesamt für Denkmalpflege Hessen fest. In der Tat ist die auf steil abfallendem Felsen oberhalb des Werbetales liegende Ruine des einstigen Klosters St. Maria einer der wenigen, noch baulich zumindest in Teilen nachvollziehbaren Standorte einer ehemaligen Klosteranlage, von denen es in Waldeck einst mehrere gab.

Vermutlich wurde das Benediktinerkloster in der Mitte des 12. Jahrhunderts gegründet. 1206 wurde es in ein Benediktinerinnenkonvent umgewandelt. Nach der Säkularisation in der Reformation nutzten die Grafen von Waldeck es ab Mitte des 16. Jahrhunderts als Residenz. Hundert Jahre später wurde die Anlage aufgegeben und verfiel in der Folge allmählich.

Erhalten haben sich von der Anlage einzelne Bruchsteinmauern aus heimischem Kalk- und rotem Sandstein. Eine Westwand besitzt noch den stehenden Schornstein und die Hauptwand zeigt stichbogige Fenster- und Türöffnungen. Im Südosten ist ein weiteres Wandstück erhalten.

Die Ruine befindet sich heute im Besitz der Stadt Waldeck und soll künftig durch die Einrichtung eines Kloster-Lehrpfades stärker touristisch genutzt werden.