25.05.2020 – Saarland

Neuer DSD-Fördervertrag für die Villa Micka in Saarbrücken

Villa Micka in Saarbrücken © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Villa Micka in Saarbrücken © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wagner

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Porträt von Heinrich Micka (rechts) und dem Steinmetz Kuhn (links) am Sockel des Erker-Turms der Villa Micka in Saarbrücken © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Porträt von Heinrich Micka (rechts) und dem Steinmetz Kuhn (links) am Sockel des Erker-Turms der Villa Micka in Saarbrücken © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

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Der Erbauer blickt weiter von der Fassade herab

In diesen Tagen erreicht die Denkmaleigentümer Heike Przybyl und Mark Duance ein weiterer Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), diesmal über 30.000 Euro für die Fenster- und Sandsteinarbeiten am Westgiebel. Die DSD leistet damit ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um wichtige Arbeitsplätze erhalten zu helfen. Die private Denkmalschutzstiftung beteiligte sich bereits 2018 mit 50.000 Euro an der Erneuerung des Schieferdaches. Die denkmalgeschützte Villa Micka an einem Hang zum Sulzbachtal im Saarbrücker Stadtteil Dudweiler gehört zu den über 50 Denkmalen, die die spendensammelnde DSD dank ihrer Förderer sowie der Erträge ihrer Treuhandstiftungen und der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein im Saarland fördern konnte.

Den Bauantrag für die Villa Micka stellte der Bauherr, der Maurermeister und Unternehmer Heinrich Micka, am 26. April 1904, gebaut wurde zwei Jahre später. Fertiggestellt wurde das Gebäude schließlich 1912. Die prächtige Jugendstilvilla erhebt sich über einem verwinkelten Grundriss drei Geschosse hoch und schließt mit einem aufwändigen Schieferdach ab. Die Hauptfassade schmückt ein Eckerker mit spitzem Turm und ein Risalit mit geschweiftem Giebel. Die reich gegliederte Fassade bestimmt das Zusammenspiel von hellem Kämmputz und rötlichen Sandsteineinfassungen. Umfangreicher ornamentaler und figürlicher Bauschmuck besticht das Auge des Betrachters, darunter befinden sich die Porträts des Erbauers, des Steinmetzen und des Bildhauers, Darstellungen der Vier Jahreszeiten, eines Bienenkorbs als Sinnbild des Fleißes oder eines Hundes und sich schüttelnder Hände als Sinnbild der Treue. Die Zugänge zum Keller- und Hauptgeschoss flankieren säulengetragene Portiken.

Im Inneren ist die bauzeitliche Ausstattung zum Teil noch erhalten, besonders im Piano nobile haben sich Türen, Boden- und Wandbeläge, Deckendekorationen und das hölzerne Treppenhaus mit seinem großen Bleiglasfenster erhalten, ebenso Kachelöfen und ein Badezimmer mit Jugendstilfliesen. Auch der Garten war in die ursprüngliche Gesamtgestaltung einbezogen und ist teilweise noch original. Der Villa Micka vorgelagert befinden sich zur Straße hin drei Nebengebäude.

Die neuen Eigentümer erwarben die Villa in einem sehr schlechten Zustand. Nur dem Idealismus der jungen Eigentümer ist es zu verdanken, dass das malerische Kleinod des Jugendstils erhalten werden konnte. So blieben die Fenster, die historischen Heizkörper und wesentliche Teile der bauzeitlichen Ausstattung unberührt, ebenso die ursprüngliche Lamperie und der Boden.

Weitere Informationen: www.denkmalschutz.de/denkmal/villa-micka.html