31.08.2017 – Tag des offenen Denkmals , Niedersachsen

Oldenburg im Zeichen des Denkmalschutzes

Bundesweite Eröffnung des Tags des offenen Denkmals am 10. September

Ganz im Zeichen des Denkmalschutzes steht Oldenburg am 10. September, wenn die Stadt Gastgeberin der bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals sein wird. Die Stadt und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz  laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, ab 11 Uhr im historischen Zentrum der Stadt – zwischen Schloss, Rathaus und Lambertikirche – das große Denkmalfest mitzufeiern. Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks wird den Tag bundesweit eröffnen und im Anschluss daran unter anderem mit der Niedersächsischen Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajic an einer öffentlich übertragenen Gesprächsrunde zum Thema „Warum Denkmalpflege?“ teilnehmen. Infostände auf dem Rathausmarkt laden im Anschluss bis 17 Uhr Groß und Klein dazu ein, sich über Initiativen und Aktionen rund um die Denkmalpflege und den Denkmalschutz zu informieren.

Bundesweit haben an diesem Tag mehr als 7.500 Denkmale geöffnet. In Oldenburg sind es rund 50, mehr als dreimal so viele wie in den Vorjahren. Auch vor diesem Hintergrund freut sich Dr. Steffen Skudelny vom Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: "Es fiel uns leicht, Oldenburg als Stadt der bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals auszuwählen. Mit dem eindrucksvollen Denkmalbestand und dem hier seit Jahren erfolgreichen Tag des offenen Denkmals, unseren hiesigen Förderprojekten - wie der Lambertikirche, dem herzoglichen Mausoleum und dem Degode-Haus - und nicht zuletzt unserem engagierten Ortskuratorium ist die Stadt für eine solche Veranstaltung geradezu prädestiniert."

Für Oldenburgs Stadtbaurätin Gabriele Nießen ist der Denkmalschutz ein zentrales Anliegen für einen modernen Städtebau: "Wir genehmigen aktuell etwa 1.500 neue Wohnungen pro Jahr. Das Gesicht unserer Stadt verändert sich also. Vor diesem Hintergrund ist es uns sehr wichtig, den historischen Charakter unserer Stadt zu bewahren. Letztlich ist es die gelungene Verbindung von Tradition und Moderne, die Oldenburg zu einem lebenswerten Wohn- und Arbeitsort und damit auch zu einer touristischen Attraktion macht", sagt Nießen.

2.500 Denkmale in Oldenburg

Oldenburg wurde im vergangenen Jahr als Ausrichterstadt ausgesucht. Einer der Hauptgründe war die beeindruckende Zahl von Denkmalen in der Stadt, es sind etwa 2.500. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat bislang die Instandsetzung von 13 dieser Denkmale mit rund einer halben Million Euro unterstützt. Zuletzt wurde das Degode-Haus in die Reihe dieser Gebäude aufgenommen.

Unter den Denkmalen, die Tür und Tor öffnen werden, sind etwa der Gertrudenfriedhof mit Mausoleum, die Alte Post, das Alte Rathaus, das Degode-Haus und auch der Jugendstilsaal des Bahnhofs. Dort werden Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Bahn zu den aktuellen Untersuchungen bei der Gleishalle Auskunft geben. Dies ist Ergebnis des von der Stadt und der Bahn geschlossenen Kooperationsvertrages.

Außerdem können das Huntekraftwerk, die Eisenbahnrollklappbrücke, das Globe-Kino und der Alte Landtag besichtigt werden, der bereits im letzten Jahr zu seinem 100. Jubiläum zahlreiche Interessierte anlockte.

Sonderkonzert beim Musikfest Bremen

Ein besonderes Highlight gibt es außerdem am Abend: Im Rahmen des Musikfests Bremen findet im Oldenburgischen Staatstheater um 18.30 Uhr ein Sonderkonzert zum Tag des offenen Denkmals aus der Konzertreihe "Grundton D" des Deutschlandfunks und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zugunsten der Sanierung des Dramaturgenhauses statt. Es gibt noch Karten in allen Kategorien.

Über den Tag des offenen Denkmals

Mit jährlich bis zu 8.000 geöffneten Denkmalen ist der Tag des offenen Denkmals mittlerweile die wohl größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Der Aktionstag bietet den Menschen "Geschichte zum Anfassen" und soll ihnen die Bedeutung des kulturellen Erbes und der Denkmalpflege bewusst machen. Zu diesem Zweck rief der Europarat 1991 die "European Heritage Days" aus. Deutschland beteiligt sich unter der bundesweiten Koordination der Deutschen Stiftung Denkmalschutz seit 1993 mit dem Tag des offenen Denkmals an den European Heritage Days.

Der Tag des offenen Denkmals findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im September statt. Dann öffnen historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen und Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern schwärmen zu Streifzügen in die Vergangenheit aus. In fachkundigen Führungen berichten Denkmalpflegerinnen und -pfleger an konkreten Beispielen über die Aufgaben und Tätigkeiten der Denkmalpflege. Archäologen, Restauratoren und Handwerker demonstrieren Arbeitsweisen und -techniken und lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge verborgen bleiben. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion "Tag des offenen Denkmals".

Rund 400 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 5.200 Denkmale mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen.