08.01.2019 – Nordrhein-Westfalen

Restaurierung der Hohnekirche in Soest schreitet voran

Hohnekirche in Soest © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

Download

Hohnekirche in Soest © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

Download

Hohnekirche in Soest © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

Download

Heiliggrabnische in der Hohnekirche in Soest © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

Download

Wertvolle Malereien aus dem 13. Jahrhundert

Beate Frieg vom Ortskuratorium Soest der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) besucht am Freitag, den 11. Januar 2019 um 11.00 Uhr den amtierenden Pfarrer der evangelischen Kirche St. Maria zur Höhe in Soest, Thomas Gano, um sich bei einem Presse- und Fototermin den Stand der Restaurierung von Architekt Dirk Pieper erläutern zu lassen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellte in den beiden letzten Jahren dank der Lotterie GlücksSpirale insgesamt 120.000 Euro unter anderem für die Außensanierung des Nordschiffs und die Instandsetzung des Turmgewölbes sowie des Hauptportals zur Verfügung. Das auch Hohnekirche genannte Gotteshaus gehört zu den über 440 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Maria zur Höhe liegt mitten im historischen Ortskern von Soest und zählt zu den frühesten Hallenkirchen Westfalens. Dem wohl zwischen 1220 und 1230 aus heimischem Glaukonit erbauten Gebäude sieht man den Übergang von der Romanik zur Gotik an. In der dreischiffigen Halle, die sich auf einem querrechteckigen Grundriss, der breiter als lang ist, erhebt und mit einem Querrechteckchor abschließt, finden sich im nördlichen Teil auch Reste eines Vorgängerbaues aus der Zeit um 1200. Die Südseite stellt die Schaufront dar. Hier liegt das rundbogige Hauptportal, das von abgestuften Säulen mit figürlichen und floralen Kapitellen flankiert wird.

Den Innenraum gliedern zwei gedrungene Bündelpfeiler als Stützen. Es finden sich fünf unterschiedliche Gewölbeformen. Im Nordwesten liegt die aus dem Vorgängerbau stammende Taufkapelle. Die Malereien in der Kirche stammen aus der Zeit um 1240. Die sich im Osten an das Schiff anschließende Katharinenkapelle entstand um 1260 und stellt in den Wandmalereien den Leidenszyklus der Katharina von Alexandria dar.

Am Turm und am nördlichen Pultdach drang durch eine marode Dachdeckung Nässe in den Dachraum ein und schädigte die Konstruktion. Nachdem die Restaurierung und Trockenlegungsarbeiten sowie die Instandsetzung des Turms erfolgt sind, folgten Natursteinarbeiten an der Westfassade und die Neueindeckung durch Blei, auch des nördlichen Pultdachs am Schiff.

Ein sehr engagierter Förderverein sorgt für öffentliche Führungen und dafür, dass die Kirche an 365 Tagen im Jahr geöffnet und zu besichtigen ist.