17.03.2017 – Nordrhein-Westfalen

Rheinisch-Westfälischer Staatspreis für Denkmalpflege für DSD-Förderprojekte

Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalslchutz

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Lohmühle in Duisburg © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Liebeskind

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Haus Mayer-Kuckuk in Bad Honnef © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Liebeskind

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Technisch bis technoid

Am Sonntag, den 26. März 2017 um 14.00 Uhr verleihen Carina Gödecke, Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags, Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, und Jury-Sprecherin Inez van Tienhoven den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege in der Abtei Brauweiler, Ehrenfriedstraße 19 in 50259 Pulheim. Die Laudatio hält Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke, Leiterin des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland. Unter den sechs ausgezeichneten denkmalgeschützten Bauten befinden sich auch drei Förderprojekte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).

Die Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr war viermal, 2009-2011 und 2013 Förderprojekt der DSD. Als Haus der Vereine gerettet, ermöglichte hier tatkräftiges Bürgerengagement das Unterkommen für ein Jugendkompetenzzentrum für Technik und ein Mobilitätszentrum rund um Oldtimer, für die Gemeinschaft der Nutzfahrzeug Veteranen, die Eisenbahnfreunde Mülheim, den Rassegeflügelzuchtverein, die Mülheimer Vogelfreunde und die Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft.

Auch die Lohmühle in Duisburg verdankt ihr Fortbestehen einem rührigen Förderverein, der nach gründlicher Vorbereitung, erheblicher Eigenleistung und den ersten Bauabschnitten an Außenhaut, Dach und Kappe neben anderen auch von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bei der Instandsetzung der Mühlentechnik 2010 unterstützt werden konnte.

Als Preisträger des Jahres 2016 entschied sich die Jury einstimmig für das Haus Mayer-Kuckuk in Bad Honnef. DSD-Förderprojekt 2013 und 2015, ist Haus Mayer-Kuckuck „ein gebautes Zeugnis der utopistischen technoiden Innovationen im Wohnhausbau der 1960er Jahre“. Der als Prototyp geplante Fachwerkbau mit einem außerhalb der Wände angeordneten Tragskelett und Doppelzangenträgern, für den die sichtbare Tragkonstruktion charakteristisch ist, blieb Unikat.

Die preisgekrönten Baudenkmale gehören zu den über 410 Projekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte. Bundesweit hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz insgesamt über 5.000 Projekte mit mehr als 560 Millionen Euro unterstützt.