15.01.2021 – Thüringen

Schafstall der Gutsanlage in Bendeleben wird instandgesetzt

Schafstall der Gutsanlage Bendeleben © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Schafstall der Gutsanlage Bendeleben © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Schafstall der Gutsanlage Bendeleben © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Innenaufnahme des Schafstalls der Gutsanlage Bendeleben © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert

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Funktionszusammenhang einer adligen Gutsanlage

Für die Instandsetzung des Schafstalls der Gutsanlage Bendeleben stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale 30.000 Euro zur Verfügung. Schloss und Gutsanlage Bendeleben gehören seit 25 Jahren zu den über 500 Denkmalen, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte.

Der Schafstall wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet und ist mittlerweile derart geschädigt, dass dringendes Handeln zur Erhaltung der Bausubstanz erforderlich ist. Zum einen ist die Rinnenziegel-Dachdeckung des Gebäudes in großen Bereichen schadhaft, zum anderen weist die Verformung des Bauwerks darauf hin, dass tragende Teile ihrer Funktion nicht mehr gerecht werden und die Umverteilung der Lastabtragung die konstruktive Sicherheit zunehmend gefährdet. Außerdem wurde beim Ausmisten des Stalls in den vergangenen 200 Jahren immer mehr vom Boden entfernt, so dass die Sohle derzeit unter der Unterkante der Steinsockel liegt. Da auf ihnen die Mittelsäulen und ein Teil der Längswandsäulen steht, ist deren Standfestigkeit gefährdet. Nun soll die Instandsetzung von der nördlichen Dachseite nach Westen in einem ersten Bauabschnitt erfolgen.

Die barocke Schlossanlage strahlte aufgrund ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung auf eine größere Region aus. Die Gutsanlage ist mit Schloss, Orangerie, Stallungen, Taubenhaus und Wirtschaftsgebäuden weitgehend erhalten, doch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in einen desolaten Zustand geraten. Erst seit die Familie von Arnim die Anlage von der Treuhand wieder erworben hat, finden Instandhaltungsmaßnahmen an den Gebäuden statt. Die einzelnen Bauten verdeutlichen als unverzichtbarer architektonischer Bestandteil der Gesamtanlage den Funktionszusammenhang einer adeligen Gutsanlage anschaulich.