07.09.2011 – Presse , Tag des offenen Denkmals , Nordrhein-Westfalen

Symbolischer Abschluss am Tag des offenen Denkmals

Deutsche Stiftung Denkmalschutz übergibt Förderplakette in Gladbeck

Kurzfassung: Für die Markuskirche in Gladbeck überbringt am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September 2011 um 14.00 Uhr Dr. Holger Rescher von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) eine Bronzetafel an Klaus-Dieter Salinga vom „Martin Luther Forum Ruhr e.V.“ Mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ wird so auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Stiftung hatte sich im letzten Jahr an der Sanierung des Turmes der 1966 bis 1968 in moderner Stahlbeton-Konstruktion errichteten, heute als Gemeindezentrum genutzten Kirche beteiligt. Das im April 2010 eröffnete Luther-Forum Ruhr ist eines von über 280 Förderprojekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn seit ihrer Gründung 1985 allein in Nordrhein-Westfalen dank privater Spenden und Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte.

Langfassung: Für die Markuskirche in Gladbeck, das heutige Martin Luther Forum Ruhr, überbringt im Rahmen des Besichtigungsprogramms am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September 2011 um 14.00 Uhr Dr. Holger Rescher von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) im Beisein von Bürgermeister Ulrich Roland eine Bronzetafel an Klaus-Dieter Salinga vom „Martin Luther Forum Ruhr e.V.“ Mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ wird so auch nach den Baumaßnahmen an vorbildlichen Projekten das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale sichtbar bleiben und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Die DSD hatte sich an der Sanierung der Betonschäden an den Stahlbetonscheiben des Turmes mit 40.000 Euro beteiligt, als 2009/2010 die Markuskirche mit dem Umbau zum Martin Luther Forum Ruhr eine neue Aufgabe erhielt. Die umfangreichen Arbeiten wurden auch durch die Städtebauförderung unterstützt.

Der wirtschaftliche Aufschwung der 1960er Jahre ließ auf weiteres materielles Wachstum, technologischen Fortschritt und zukünftiges Bevölkerungswachstum hoffen. Diese Vorstellung schlug sich auch in der zeitgenössischen Architektur nieder, die modern und rational sein sollte. Schlagworte wie Verdichtung, Zentralisierung und Effektivität prägten die Entwürfe der Schul-, Kongress- und Kirchenzentren dieser Zeit. Architekten wie Eiermann, Scharoun und Behnisch setzten mit überdimensionierten Metall- und Glasfassaden, klaren, kantigen Formen aus Sichtbeton und Waschbetonplatten neue Maßstäbe des Bauens.

In der evangelischen Kirche sollte der Sakralraum auch als Mehrzweckraum nutzbar sein, um den verstärkten sozialen Aufgaben der Gemeinde gerecht zu werden. In diesem Sinn entstand nach Plänen des Gelsenkirchener Architekturbüros Wittig und Janowski von 1966 bis 1968 die evangelische Markuskirche mit einem aus Jugendheim und Haus der teiloffenen Tür bestehenden Gemeindezentrum sowie dem Pfarr- und einem Küsterhaus. Diese multifunktionale Architektur erlaubte die Nutzungserweiterung des Gemeindezentrums zum 2010 eröffneten Martin Luther Forums Ruhr (MLFR), das gerade sein neues Veranstaltungsprogramm für die zweite Jahreshälfte 2011 vorgestellt hat. Mit Konzerten, Vorträgen, Ausstellungen und Veranstaltungen werden Luther und die Kultur an der Ruhr präsentiert.

Die Markuskirche in Gladbeck ist eines von über 280 Förderprojekten, die die private Denkmalschutz-Stiftung in Bonn seit ihrer Gründung 1985 allein in Nordrhein-Westfalen dank privater Spenden und Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören auch das Schloss in Barntrup, die Windmühle in Ennigerloh und Hof Grube in Lüdinghausen.

Bonn, den 7. September 2011/Schi