08.07.2019 – Nordrhein-Westfalen

Turm von St. Albanus und Cyriakus in Welver wird wiederhergestellt

St. Albanus und Cyriakus in Welver © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

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St. Albanus und Cyriakus in Welver, Turm © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

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Erst die Kirche, dann der Turm

Beate Frieg vom Ortskuratorium Soest der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) besucht bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 11. Juli 2019 um 11.00 Uhr gemeinsam mit Jutta Dewenter von WestLotto Friedrich Schulze-zur Wiesch von der Kirchengemeinde der St. Albanus und Cyriakus-Kirche in Welver, um sich dort von Architekt Dirk Pieper den Baufortschritt am Turm erläutern zu lassen. Die DSD unterstützt die dortigen Arbeiten in diesem Jahr mit 75.000 Euro. Die mitten im Ort liegende Kirche aus dem 12. Jahrhundert gehört zu den über 460 Projekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Die evangelische Kirche St. Albanus und Cyriacus entstand an der Stelle eines Vorgängerbaues und erhielt um 1200 ein Querhaus und einen vermutlich gewölbten Chor. Nach der Gründung eines Zisterzienserinnenklosters um 1240 wurde er gleichzeitig als Klosterkirche genutzt. Nach 1244 ersetzte man das Langhaus durch einen etwas breiteren Neubau, der im 14./15. Jahrhundert eingewölbt wurde. Die Fenster vergrößerte man in dieser Zeit in gotischen Formen. 1697 erneuerte man die Südwand des Langhauses und den Turm aus dem 12. Jahrhundert. Die Gewölbe wurden abgebrochen und die Fenster rundbogig umgebaut. Heute überspannt den Innenraum eine Flachdecke.

Durch die undichte Deckung der Turmhaube konnte Wasser in den Dachraum eindringen und die Konstruktion schädigen. Nachdem eine Bauschadensaufnahme und die Innenrestaurierung des Kirchenschiffs erfolgten, konnte die zimmermannsmäßige Instandsetzung der Turmhaubenkonstruktion sowie die Neudeckung des Turms in Schiefer beginnen.