Zu den Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 2024 in Hessen gehörte beispielsweise die Instandsetzung der Südfassaden-Fenster im ersten und dritten Obergeschoss der Jugendherberge in Bad Karlshafen. Das viergeschossige Jugendherbergsgebäude wurde zu Beginn der 1920er Jahre an den Hängen des Reinhardswaldes als Erholungsheim für Bergleute erbaut. 1980 erwarb der Landesverband Hessen des Deutschen Jugendherbergswerks das stattliche, langgestreckte Erholungsheim der Reichs- bzw. Ruhrknappschaft. Es besteht bis auf das dritte in Fachwerk errichtete Obergeschoss aus rotem, unverputztem Bruchsteinmauerwerk. Den Bau deckt ein hohes Walmdach mit langen Schleppgauben. Es ist das größte erhaltene mit Wesersandstein gedeckte Dach des 20. Jahrhunderts in Hessen. Zu den weiteren DSD-Projekten des vergangenen Jahres gehörten die Marienkirche in Hanau, deren Glasmalereifelder dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale restauriert werden konnten, oder das Gärtnerhaus von Schloss Freudenberg in Wiesbaden, wo die DSD die Dacheindeckung förderte. Schließlich wurde beispielhaft auch dem Steinhausen-Haus in Frankfurt, der Orgel in der Schlosskirche Bad Homburg und dem ehemaligen Rittergut in Wanfried Aue Unterstützung zuteil. Jedes dieser Denkmale stellt eine einmalige Kostbarkeit dar.
Das Förderprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz umfasst private und öffentliche Denkmale, darunter Bürgerhäuser, Burgen, Kirchen, Klöster, Schlösser, technische Denkmäler, aber auch archäologische Grabungen und historische Grünanlagen. Nur durch die tatkräftige Mithilfe vieler Mitbürger lassen sich diese Kunstschätze unserer Kulturlandschaft erhalten. Die Förderung durch die DSD versteht sich daher immer auch als Anerkennung des beispielhaften Bemühens der Denkmaleigentümer, Fördervereine, Kommunen und Gemeinden in ihrem Einsatz für den kulturellen Erinnerungsschatz, der uns allen Heimat bewahrt.
Weitere Infos und Beispiele unter www.denkmalschutz.de