05.02.2021 – Sachsen

Über 30 sächsische Denkmale erhielten Unterstützung

Detail im Rhododendronpark in Kromlau, eines von über 30 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Sachsen © Gemeinde Gablenz

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DSD blickt auf das Jahr 2020 zurück

Gerade auch im letzten Jahr leistete die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) durch ihre zuverlässige Förderung einen wohltuenden Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und die hochqualifizierten Handwerksbetriebe, die in der Denkmalpflege zum Einsatz kommen. Allein in Sachsen stellte die DSD 2020 über 410.000 für insgesamt 33 Denkmäler zur Verfügung. Bundesweit unterstützte die private Denkmalschutzstiftung mehr als 530 Objekte mit über 19 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus privaten Spenden, den Erträgen der DSD-Treuhandstiftungen, aus Nachlässen, Geldauflagen und aus den Erträgen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die DSD ist.

Zu den 2020er-Projekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Sachsen gehörte auch der Rhododendronpark in Kromlau. Hier unterstützte die DSD die Restaurierung mehrerer Barockskulpturen. Der in der Landschaft des Muskauer Faltenbogens liegende Park wurde zwischen 1842 und 1875 angelegt. Ab 1890 pflanzte man Rhododendron und Azaleen an. Heute gehört der beinahe 170 Hektar große Park zu den größten Rhododendronparks in Deutschland. Zum Park gehören eine Grotte sowie Steinplastiken im Rokoko-Stil, zahlreiche bizarre Basaltkunstwerke, Wege und Brücken, verschiedene Eichenarten und seltene fremdländische Gehölze. Als das bedeutendste gartenkünstlerische Bildwerk des Parks gilt das sogenannte Rakotz-Ensemble. Die Landschaftsgestaltung ist der Kasseler Wilhelmshöhe vergleichbar. Zu den weiteren DSD-Projekten gehörten aber auch das Pfarrgehöft in Großerkmannsdorf, wo die Scheune gerettet werden konnte, und das Herrenhaus in Görlitz Ober-Neundorf, wo sich die Stiftung an der Sicherung und Instandsetzung von Wandflächen und barocken Türanlagen beteiligte. Der Jahnsporthalle in Meißen wurde ebenso Unterstützung zuteil wie dem Barockschloss in Dahlen oder der Kirche St. Nikolai in Eilenburg. Jedes dieser Denkmale stellt eine einzigartige Kostbarkeit dar.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert in ihren Jahresprogrammen private wie öffentliche Denkmale – Kirchen, Klöster, Schlösser, Burgen, Bürgerhäuser, technische Denkmäler, archäologische Grabungen und historische Grünanlagen. Um sie erhalten zu können, ist die engagierte Hilfe Vieler unverzichtbar. Eine Förderung seitens der DSD versteht sich daher auch immer als Anerkennung des beispielhaften Bemühens der Denkmaleigentümer, Fördervereine, Kommunen und Gemeinden bei ihrem Einsatz für unser aller kulturellen Erinnerungsschatz.

Weitere Infos und Beispiele unter www.denkmalschutz.de