24.05.2019 – Bayern

Zweiter Fördervertrag für St. Jakobus in Höchheim-Irmelshausen

St. Jakobus in Höchheim-Irmelshausen wird instandgesetzt © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wagner

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St. Jakobus in Höchheim-Irmelshausen, restaurierter Glockenturm © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wagner

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St. Jakobus in Höchheim-Irmelshausen © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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St. Jakobus in Höchheim-Irmelshausen © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

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Langhausfassaden werden instandgesetzt

Für die Instandsetzung der Außenfassaden des Langhauses der 500 Jahre alten Jakobuskirche in Höchheim-Irmelshausen überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Montag, den 27. Mai 2019 um 16.00 Uhr Martin Kuchler, Ortskurator Münnerstadt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Manfred Riedl von Lotto Bayern einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 20.000 Euro an Pfarrerin Beate Hofmann-Landgraf. Möglich wurde die Förderung dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die DSD seit 1991 ist.

Die St. Jakobuskirche, die bauhistorische Stilelemente von der Gotik bis zur Barockzeit vorweisen kann, gehört zu den über 420 Projekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte. Die Stiftung stellte bereits im vergangenen Jahr 20.000 Euro für die Instandsetzung des Glockenturms der Jakobuskirche zur Verfügung.

Die von 1471 bis 1518 erbaute Chorturmkirche St. Jakobus ist der sakrale Ortsmittelpunkt des etwa 800 Meter von der thüringischen Landesgrenze entfernt liegenden Dorfs. Der bis zum Turmkranz 49 Meter hohe fünfgeschossige Turm ragt weithin sichtbar als Marke ins Grabfeld. Der Chorturm, dessen Galerie eine nachgotische Maßwerkbrüstung schmückt, wurde 1575 gebaut. 1712 erhielt der Turm die verschieferten doppelten welschen Turmkuppeln. Der Aufgang zum ehemaligen Herrschaftsstand datiert auf das 17. Jahrhundert, zu den Emporen führt ein mehreckiger Treppenturm mit verputztem Fachwerk und Haube. Das Kirchenschiff schließt eine Krüppelwalmverdachung. 1906 wurde die mit einem Pultdach gedeckte Sakristei angebaut.

Im Inneren sind wertvolle Epitaphien der evangelischen Patronatsherren von Bibra erhalten. Auf der Rückseite des Kreuzigungsaltars stammt das Marienbild vermutlich aus der 1290 erwähnten Capella Irmenolteshusum, einer Kapelle, die vor der jetzigen Kirche zum Gottesdienst benutzt wurde. Auf der zweiten Empore steht die denkmalgeschützte Orgel von Daniel Felix Streit mit den wohl ältesten bemalten Holztafeln des Landkreises.