Archiv Pressemeldungen

09.09.2010 – Presse

Die Sophienkirche in Berlin-Mitte – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Die Sophienkirche aus dem 18. Jahrhundert ist in ihrer barocken Erscheinung und mit ihrem 70 Meter hohen Turm baugeschichtlich sehr bedeutsam für Berlin. Von der reichen Innenausstattung haben sich die Kanzel aus dem beginnenden, die originale Rokokotaufe aus der Mitte und eine Ernst Marx-Orgel vom Ende des 18. Jahrhunderts sowie auf dem einstigen Kirchhof reich gestaltete Epitaphien erhalten. Für die dicht besiedelte Spandauer Vorstadt hat die Kirche eine besondere identitätsstiftende Bedeutung. Neben der Organisation der zahlreichen Gottesdienste und der Betreuung des Kindergartens umfasst die Gemeindearbeit gerade auch die Organisation und Durchführung kultureller Veranstaltungen. In regelmäßigen Abständen finden Ausstellungen und Konzerte statt, wobei der Kirchenmusik besondere Aufmerksamkeit gilt. Doch auch Seniorennachmittage und Veranstaltungen für Kindergruppen erfreuen sich großer Beliebtheit. Einziger Wermutstropfen: Nach jahrelangem Mühen der Gemeinde um die Sanierung des Kirchturms muss jetzt das Kirchenschiffdach, vor allem das Gesims repariert werden.

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06.09.2010 – Presse

Burg Kriebstein im Kriebethal – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Burg Kriebstein im Zschopautal ist eine Märchenburg. Die Sage berichtet, dass die Veste 1415 "von einem Edelmann aus dem Geschlechte der Staupitze" überfallen und besetzt wurde. Markgraf Friedrich der Streitbare belagerte daraufhin den Kriebstein und bot der Frau des Burgenklaus freien Abzug an. Sie könne dabei „ihr liebstes Kleinod“ mitnehmen. Darauf ließ die "treue Frau zu Kriebstein" all ihr Geschmeide auf der Bastion zurück und trug ihren Gemahl durch die Reihen der Belagerer. Burg Kriebstein gehört zu den bedeutendsten Burgen in Sachsen. Ihre Baugeschichte ist seit dem ausgehenden 14. Jahrhundert nachweisbar. Die allmählich gewachsene Anlage ist im Zuge der letzten großen Bauphase in den 1860er Jahren vereinheitlichend neogotisch gestaltet worden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützte die Restaurierungsarbeiten 1992/93 und trug 1996/97 zur Rückführung des 1903 ausgebauten Kriebsteinzimmers bei. Im Jahr 2000 beteiligte sie sich an der Fertigstellung des Alten Festsaals. Insgesamt förderte sie die Maßnahmen an der Burg mit rund 350.000 Euro. 

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02.09.2010 – Presse

Die Oberkirche in Arnstadt – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz

In Arnstadt, einer der ältesten deutschen Städte, entstand im 13. Jahrhundert ein Franziskanerkloster. Nach Reformation und Aufhebung des Konvents nutzten die Bürger den großen schlichten Kirchenbau als Stadtkirche. Die geschlossen erhaltene Innenausstattung stammt aus dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert und legt Zeugnis ab für das hervorragende Wirken Arnstädter Künstler und Bürger, etwa des Bildhauers Burkhardt Röhl. Die Ausgestaltung wurde jedoch stark in Mitleidenschaft gezogen durch eine undichte, schließlich die Holzkonstruktion schädigende Dachdeckung, durch Hausschwamm- und Anobienbefall. Weitere Schäden waren an der Natursteinfassade am Mauerwerk, den Gesimsen und der Verfugung feststellbar. Die Instandsetzung des Außenbaues erfolgte in Abschnitten. Zunächst wurden der Pilz und die Schädlinge bekämpft, 2008 begann dann die Dachsanierung. Dabei stellte die DSD die für die Beantragung von Bundesmitteln notwendigen Eigenmittel als Komplementärmittel zur Verfügung.

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30.08.2010 – Presse

Die Alte Kapelle in Regensburg – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Die Stiftskirche „Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle“ ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit östlichem Querschiff, an das sich ein langgestreckter, überhöhter Chor anschließt. In ihren Anfängen geht sie auf eine von Kaiser Ludwig dem Deutschen eingerichtete Pfalzkapelle zurück, die 875 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Nach einer Zeit vorübergehenden Verfalls stellte Heinrich II. den Kapellenbau 1002 wieder her. 1441/42 erhielt die Kapelle anstelle des romanischen Ostabschlusses einen spätgotischen Hochchor. Im 18. Jahrhundert wurde das Bauwerk nahezu zwanzig Jahre lang barock umgestaltet, so dass man im Inneren seine nunmehr bald tausendjährige Geschichte kaum mehr erkennt. Dabei wurde das Langhaus eingewölbt und erhielt zusammen mit dem Chor die Stuckornamentik durch den Wessobrunner Künstler Anton Landes. Die Gemälde im Langhaus stammen von dem Augsburger Maler Christoph Thomas Schäffler, die Fresken im Chor von Gottfried Bernhard Göz. Mit der Errichtung der Orgel von 1791 bis 1797 endeten die Innenarbeiten abschließend.

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26.08.2010 – Presse

Das DB-Stellwerk in Mülheim – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Das ehemalige Ausbesserungswerk der Rheinischen Bahn bildet mit seinen Großbauten technikgeschichtlich ein überregional bedeutendes Dokument des Industriehallenbaues. Doch undichte, teilweise fehlende Dachdeckung ließ ungehindert Nässe in die Halle strömen und schädigte die Standfestigkeit der Dachkonstruktion. Undichte Fenster, Mauerwerksrisse und mangelhafte Verfugung verstärkte die Feuchtigkeit im Mauerwerk und im Raum. Ergebnis war die akute statische Gefährdung der Halle, die die Stadt an Abriss denken ließ. Doch vor drei Jahren entschlossen sich Mitglieder verschiedener Ruhrgebietsvereine für den Erhalt der alten Dreherei zu kämpfen, in der sie einen idealen Standort für ihre vielfältigen Aktivitäten sahen. Bei einer Internetversteigerung konnten sie das Gebäude erwerben, noch im selben Jahr gründeten sie darauf den "Trägerverein Haus der Vereine", der nach zähen Verhandlungen mit der Stadt das Grundstück für 90 Jahre pachtete. Nach erfolgter Bauschadensaufnahme 2008 begann die Rettung des technischen Denkmals.

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23.08.2010 – Presse

Die Elisabeth-Kirche in Berlin-Mitte – Ein Förderprojekt der vor 25 Jahren gegründeten Deutschen Stiftung Denkmalschutz 

Von 1833 bis 1835 entwarf Karl Friedrich Schinkel im Auftrag König Friedrich Wilhelms III. Kirchenbauten für die im 19. Jahrhundert neu entstandenen Berliner Außenbezirke. Die größte der vier neuen Vorstadtkirchen entstand an der Invalidenstraße. St. Elisabeth wurde zum Prototyp zahlreicher Kirchenbauten in Preußen. Im Typus des griechischen Tempels repräsentiert der monumentale Kirchenbau den Schinkelschen Klassizismus wie kaum ein anderes Bauwerk Berlins. Dem zweigeschossigen, turmlosen Saalbau mit verputzten Außenwänden ist ein auf sechs Pfeilern stehender Portikus vorgelagert. Kapitelle und Basen, Gesimse und Fenstergewände erinnern an klassische Vorbilder. 1835 wurde die Kirche im Beisein von Kronprinzessin Elisabeth eingeweiht, einhundertzehn Jahre später brannte sie bis auf die Außenmauern nieder. Eine Phosphorbombe hatte den Bau noch kurz vor Kriegsende getroffen und die hölzerne Kassettendecke, die zweigeschossige Empore und die Orgel in Flammen gesetzt. Nach Kriegsende verfiel die Ruine, aus den Mauerkronen wuchsen Bäume, das Innere wurde zur Müllhalde. 

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