Der Bau verweist deutlich auf die Berliner Schule des Schinkelschen Klassizismus
Für die Restaurierung der historischen Eingangstür und die Sanierung der nördlichen Treppenanlage des Gutshauses in Rossin stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank ihrer treuhänderischen Kurt und Gisela Bläsing-Stiftung 25.000 Euro zur Verfügung. Das Gutshaus gehört seit 2022 zu den heute über 650 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern gefördert hat.
Zum Objekt:
Das Gutshaus wurde 1837 im Auftrag des Gutsherren August Friedrich Theodor Kolbe errichtet. Es ist mit seiner konsequent schlichten Fassung eines der wenigen hervorragenden Bauwerke im rein klassizistischen Baustil, die heute noch im Anklamer Land erhalten sind. Die kubische Horizontalgliederung des Baukörpers vermittelt den Eindruck von lagernder Ruhe, das flachgehaltene Dach und das Mezzaningeschoss unterstreichen die ruhende Wirkung.
Die vorhandenen Stilmittel gelten als Indizien für Entwicklungen im Spätklassizismus. Der Bau verweist deutlich auf die Berliner Schule des Schinkelschen Klassizismus. Als Baukörper ist der festumrissene Kubus ausgewogen proportioniert und einer strikten Symmetrie unterworfen. Dazu gehören auch die geschossabsetzenden, kräftigen Gesimse, der gleichmäßige Rhythmus und die konsequente Wiederholung der Fenster. /tkm