Die größte Renaissanceorgel Norddeutschlands
Für restauratorische Arbeiten im Innenraum des Mittelschiffes der St. Nikolaikirche in Flensburg stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 70.000 Euro zur Verfügung. Den dazugehörigen Fördervertrag überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 10. Dezember 2025 um 10.30 Uhr Eiko Wenzel, Ortskurator Flensburg der DSD, im Beisein von Christiane Assenmacher von NordwestLotto an Pastor Dr. Marcus Friedrich. Das Gotteshaus, das unmittelbar an den Südermarkt grenzt und eine der Hauptkirchen der Stadt Flensburg ist, gehört seit 2023 zu den über 270 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Schleswig-Holstein fördern konnte.
Die Nikolaikirche wurde an der Stelle einer 1332 erstmalig erwähnten Vorgängerkirche zwischen 1390 und 1480 in zwei Abschnitten errichtet. Gegen Mitte des 15. Jahrhunderts entstanden die vier schmaleren Westjoche einschließlich des Südervorbaus, zwischen 1460 und 1480 die östlichen Joche. Der Westturm wurde im 16. Jahrhundert hinzugefügt und 1877 nach einem Brand in neugotischem Stil wiederaufgebaut. St. Nikolai besitzt die größte und bedeutendste Renaissanceorgel Norddeutschlands mit überregionaler kulturhistorischer Bedeutung und einem der größten Renaissance-Prospekte Nordeuropas. Zwischen 1604 und 1609 wurde die Orgel vom dänischen Hoforgelbauer Nicolaus Maaß im Auftrag des dänischen Königs Christian IV. erbaut und rund 100 Jahre später von dem renommierten Orgelbauer Arp Schnitger in ein barockes Orgelwerk umgestaltet.
Zum Objekt:
Es handelt sich um eine dreischiffige Backsteinstufenhalle mit dreiseitigem, im Mittelschiff geradem Ostschluss und durchlaufendem hohen Satteldach. Das schlichte Äußere wird durch große dreibahnige Fenster zwischen schlichten Stützpfeilern und Kranzgesims gegliedert. Der quadratische Westturm besitzt ein neugotisches Portal und abschließende Giebel in gelben Maschinensteinen und Glasurziegeln.
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