24.11.2025

Bronze für den Amthof in Oberderdingen

Baden-Württemberg

Zur Erinnerung an die privaten Förderer

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellte für die Sanierung der Umfassungsmauer des Amthofs in Oberderdingen im vergangenen Jahr einen Fördervertrag in Höhe von 100.000 Euro bereit. Nun überbringt Dr. Fritz Fischer, Ortskurator Stuttgart der DSD, bei einem Pressetermin am Mittwoch, den 26. November 2025 um 14.00 Uhr im Beisein von Petra Görlach von Lotto Baden-Württemberg an Bürgermeister Thomas Nowitzki eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Der ehemalige Herrenalber Pfleghof gehört zu den über 420 Denkmalen, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte. 

Die gesamte Anlage mit Sakral-, Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden umschließt eine Wehrmauer, in die die Hauptbauten einbezogen sind.  Die Befestigung und somit die Anlage der Mauern war 1403 abgeschlossen. Von der Bedeutung des Pfleghofs als Mittelpunkt Herrenalbischen Klosterbesitzes und württembergischer Präsenz im südöstlichen Kraichgau zeugen die langgestreckte, um 1500 als großer Fruchtkasten erbaute Kelter und die an die Nordseite der Ummauerung anschließende Zehntscheuer aus dem 16. Jahrhundert. Die heute noch in großen Teilen erhaltene mittelalterliche Wehrmauer war ehemals mit Türmen besetzt und von einem Wassergraben umzogen. Von den Wehrtürmen ist nur der gedrungene quadratische „Hexenturm" mit gebuckelten Eckquadern an der Südostecke erhalten.

Die älteste Bausubstanz ist der zum Glockenturm der evangelischen Laurentiuskirche umgewidmete Wohnturm, der wohl auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Auf die Ausbauphase des Klosterhofes im 14. Jahrhundert geht die Bausubstanz des Pfarrhauses zurück, das dendrochronologisch auf 1391 datiert werden konnte. Der Bau der Laurentiuskirche aus dem Jahre 1574 sowie die heute als Rathaus dienende Zehntscheune aus dem 16. Jahrhundert sowie der um 1500 erbaute Fruchtkasten stammen weitgehend aus der Zeit nach der engeren Bindung an das Herzogtum Württemberg. 

Das Zisterzienserkloster Herrenalb erwarb zwischen 1247 und 1278 mehrere Besitzungen in Ober- und Unterderdingen und vereinigte sie mit der hier seit 1216 bezeugten Grangie – einem von Laienbrüdern bewirtschafteten Großgut. Es entstand ein großer Pfleghof. Nach der Reformation wurde das Pflegamt, dessen Sitz der Amthof war, mit dem Territorium des Herzogtums verbunden, blieb aber bis 1807 als selbständiges Verwaltungsamt bestehen.  

FÜR PRESSEVERTRETER:
Wir bitten Sie, den Terminbeginn als Sperrfrist zu beachten. 

Downloads

Pressemeldung herunterladen (PDF)

Pressemeldung und Bilder zur freien Verwendung bei Namensnennung: Alle Medien herunterladen (ZIP)

Ansprechpartner

Dr. Ursula Schirmer

Leitung Stabsstelle Presse

Pressesprecherin

Tel. 0228 9091-402

ursula.schirmer@denkmalschutz.de

Thomas Mertz

Leitung

Pressestelle

Tel. 0228 9091-404

thomas.mertz@denkmalschutz.de

Fabian Christmann

Referent

Pressestelle

Tel. 0228 9091-407

fabian.christmann@denkmalschutz.de

Freianzeigen

WERT-voll: was uns ohne Denkmale fehlen würde

WAHR-Zeichen: Denkmale sind authentische Geschichts-Zeugnisse

Kultur-Spur: Ein Fall für den Denkmalschutz

Trendsetter Denkmal: moderner als gedacht!

Denkmalschutz ist gelebter Klimaschutz!

Weitere Pressemitteilungen