15.07.2025

Bronze für die Brücke von Schloss Greifenberg

Bayern
Brücke von Schloss Greifenberg
Brücke von Schloss Greifenberg

Zur Erinnerung an die privaten Förderer

Für die Instandsetzung der Schlossbrücke in Greifenberg stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) im vergangenen Jahr 30.000 Euro zur Verfügung. Nun überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 18. Juli 2025 um 11.00 Uhr Axel Hofstadt, Ortskurator München der DSD, an Benedikt Freiherr von Perfall eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Brücke gehört zu den über 590 Projekten, die die private DSD dank Spenden, Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

Das Schloss ist eine dreigeschossige, um einen Innenhof aufgeführte Vierflügelanlage. Nach Nordosten erlaubt ein turmartiger Vorbau die Durchfahrt. Im Südosten befindet sich über dem mittelalterlichen Kern die nach einem Brand in den 1960er Jahren erneuerte Schlosskapelle St. Georg. Zum Ensemble gehört als ehemaliges Verwaltungsgebäude ein mächtiger zweigeschossiger Walmdachbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ein- und zweigeschossige Satteldachbauten aus derselben Zeit schließen im Osten an. Die einstigen Stallungen und das Gärtnerhaus werden heute zum Wohnen genutzt. Auch die anderen Funktionsgebäude – der Stadel, das frühere Jägerhaus, ein Pavillon und als ältestes Bauteil der sandsteinerne Richterstuhl an der Schlossauffahrt, der auf das 1442 beziffert ist – haben neue Nutzungen.

Zum Objekt:

Die Brücke des Schlosses Greifenberg geht im Kern auf die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Aus dieser Zeit stammen die backsteingemauerten Pfeiler und Widerlager. In den Jahren um 1900 erfolgte die Teilerneuerung mit elegant flachgespannten Segmentbögen aus Beton, die zu den frühen Betonbogenkonstruktionen in Bayern gehören. Als historische Schlossbrücke kommt ihr als Bestandteil des Schlosses auf Grund ihrer geschichtlichen und konstruktionsgeschichtlichen Bedeutung Denkmaleigenschaft zu. Der heutige Brückenüberbau besteht aus einer aus unbewehrtem Beton hergestellten Dreifeld-Bogenbrücke. Die Bauteildicken der Bögen variieren zwischen einer Dicke von 25 Zentimetern in der Feldmitte und bis zu 75 Zentimetern über den Pfeilern. Der erste Bogen hat ein massives, vermutlich flach gegründetes Widerlager aus unbewehrtem Beton. Die weiteren Bögen lagern auf mit Vollziegeln hergestellten Pfeilern, zu deren Gründung keine Aussage getroffen werden kann.  

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Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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