12.11.2025

Bronzeplakette für die Trabrennbahn Karlshorst

Berlin
Blick auf die Tribüne der Trabrennbahn Karlshorst in Berlin

Tribüne im Stil der „Neuen Sachlichkeit“

Bei einem Pressetermin vor Ort am Samstag, den 15. November 2025 um 14.00 Uhr überbringt Julia Beier, Mitglied im Ortskuratorium Berlin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), an Dimitrios Vergos, Vorstand des Pferdesportparks Berlin-Karlshorst e.V., eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD hatte nicht zuletzt dank der Lotterie die Instandsetzung der Unterseite des Tribünendachs der Trabrennbahn Karlshorst mit 30.000 Euro unterstützt. Das Gebäude gehört zu den über 240 Projekten, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, Mittel ihrer Treuhandstiftungen sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale allein in Berlin fördern konnte.

Zum Objekt:

Als die Tribüne der Berliner Trabrennbahn Karlshorst vor fast 100 Jahren eröffnet wurde, war sie die größte Anlage dieser Art in ganz Berlin. Architekt Heinrich Straumer (1876-1937) schuf einen trotz seiner Mächtigkeit leichten, lichtdurchfluteten Bau.

Die damalige Haupttribüne aus Holz bekam 1935 einen Nachfolgebau. Der bekannte Architekt Heinrich Straumer brachte mit seinem Entwurf die „Neue Sachlichkeit“ im Kontext der Bauhaus-Bewegung auf die Rennbahn. Klare Formsprache ohne schmückende Ornamente – trotz der 95 Metern Länge und 32 Metern Tiefe mit Platz für 2300 Menschen wirkt das Gebäude leicht, hell und elegant und trotzte damit dem Machtanspruch der Architektur der Nazizeit. Dem Architekten gelang diese Leichtigkeit durch die vertikale Staffelung und die volle Durchfensterung des Mittelteils der Westfassade. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage zur Trabrennbahn umgebaut und etwa auf das Doppelte vergrößert. Ein Teil des ursprünglichen Areals ist mit Wohnimmobilien bebaut. Die Trabrennbahn steht unter Denkmalschutz, auf einem bis dahin brach liegenden Teil des Areals entstand 2019 das bisher bundesweit größte Pferdesport- und Reittherapiezentrum.

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