Zur Erinnerung an die private Förderung
Jan Diekmann, Mitglied im Ortskuratorium Hamburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) überbringt bei einem Pressetermin am Dienstag, den 9. Dezember 2025 um 11.00 Uhr im Beisein von Madeleine Göhring von Lotto Hamburg an die Denkmaleigentümerin Birgit Mählmann eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die DSD konnte dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Restaurierung und Sanierung der Schmuckgiebel und der Fenster im denkmalgeschützten Zweiständerhaus in der Stellmacherstraße 14 in Hamburg mit 40.000 Euro unterstützen. Das Haus gehört zu den über 70 Denkmalen, die die Denkmalschutzstiftung dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Hamburg fördern konnte.
Zum Objekt:
Das Zweiständerhaus liegt im Hamburger Teil der Elbmarsch-Kulturlandschaft Altes Land, das als Obstanbaugebiet überregional bekannt ist. Der Hof befindet sich inmitten von Obstplantagen im Dorf Nincop etwa zwei Kilometer von der Elbe entfernt in der sogenannten „Dritten Meile“ zwischen den Elbezuflüssen Schwinge und Lühe. Das riesige reetgedeckte Fachwerk-Haupthaus des Hofes ist einer der ältesten Bauten im Ort. Es wurde laut Inschrift am Prunkgiebel 1779 fertiggestellt: „Das vorige Haus ist abgebrandt 1779 24. July und mit Gottes Hülfe wieder aufgebauet im selbigen Jahr des Herrn 7. October.“ Eine zum Hof gehörige Altländer Prunkpforte wurde Anfang des 19. Jahrhunderts an einen Nachbarn verkauft, wo sie noch heute steht.
Das mächtige Haus des heute als Biobetrieb genutzten Hofs ist ein Zweiständerhaus. Da ab etwa 1800 eine andere Konstruktionsform bevorzugt wurde, bei der das Wohnkammerfach gesondert abgebunden wurde, hat der Bau im Alten Land hohen Seltenheitswert. Die prächtige Nordfassade mit mehrfach vorkragendem, reich geschmücktem Prunkgiebel zeugt vom hohen Anspruch der Erbauer. Vier farbig gefasste Lüftungsklappen sind bauzeitlich.
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