Der Kiosk befindet sich an der Boltentorbrücke direkt am Emder Stadtgraben
Bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 14. November 2025 um 11.00 Uhr überbringt Siegfried Endl, Ortskurator Oldenburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 100.000 Euro für Metall-, Dach- und Innenarbeiten am Brückenkiosk in der Boltentorstraße 11 in Emden an Jasmin Alley, Museumsdirektorin des Ostfriesischen Landesmuseums Emden. Das Gebäude gehört seit 2024 zu den über 560 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.
Zum Objekt:
Der Kiosk befindet sich zentral in der nördlichen Altstadt der ostfriesischen Hafenstadt Emden an der Boltentorbrücke direkt am Emder Stadtgraben. Der expressionistische Bau wurde 1927 bis 1929 nach Plänen der Stadtarchitekten Walter Heim und Walter Luckau zusammen mit der Brücke errichtet. Auch die erhaltene Straßenbeleuchtung gehörte zum Entwurf der Architekten. 1940 ging das Kupferblech des Daches der deutschen Kriegsindustrie zu, erst 1981 wurde das Dach nach historischen Plänen wieder aufgesetzt.
Der Entwurf überhöht bewusst den Funktionsbau als Pavillon im Stil eines Staffagebaus in einem Park und zitiert dabei die Chinoiserie-Mode des 18. Jahrhunderts, vergleichbar mit dem chinesischen Teehaus im Potsdamer Park Sanssouci. Gleichzeitig bedient sich der Backsteinbau der zur Erbauungszeit aktuellen expressionistischen Formensprache. Die acht Backsteinsäulen, die den hutartigen Dachaufbau mit spitzem Kegel und bekrönender goldener Kugel tragen, sind in sich gedreht. So präsentieren sie die scharfkantigen Einzelsteine in gezackter Reihung, auch der Ringbalken direkt über den angedeuteten Säulenkapitellen trägt einen Zackenfries, woher der expressionistische Stil seine Bezeichnung als Zackenstil erhält. Das Kupferdach steht weit vor und schützt so den runden Kernbau ebenso wie seine Besucher vor Witterung. Zwischen den Säulen sind eiserne Schmuckgitter angebracht, die an der Rückseite Balkone Richtung Stadtgraben bilden. Die Eingangstür ist farbig gefasst und das breite Verkaufsfenster weist einen Tresen auf.
FÜR PRESSEVERTRETER:
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