„Kleines Bürgerhaus“ öffnet zu Führungen
Das Blaufärberhaus Memmesheimer in der Münsterstraße 6 in Telgte, ein Haus der treuhänderischen Stiftung „Kleines Bürgerhaus“ in der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), öffnet am kommenden Sonntag, dem 14. September 2025 – am Tag des offenen Denkmals – seine Pforten von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr. Um 11.00 Uhr, 13.00 Uhr und 15.00 Uhr findet eine etwa dreiviertelstündige Führung unter dem Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ statt. Es führt Dr. Birgitta Ringbeck, Vorstandsmitglied der Stiftung „Kleines Bürgerhaus“.
Das Blaufärberhaus ist ein kleinstädtisches Handwerkerhaus aus dem Jahr 1672, der heutige bauliche Zustand ist der aus der Zeit um 1840. Ehemals ein Gasthaus, bildete es mit dem Nachbarhaus Nummer 8 unter Einbeziehung älterer Bauteile von etwa 1760 vor der Mitte des 19. Jahrhunderts eine bauliche Einheit. Darauf verweisen der durchgehende Dachraum und der gemeinsame Kaminblock. Von dieser Bauphase zeugen heute noch Raumstrukturen und wandfeste Ausstattungen im Gebäudeinnern.
Die Stiftung „Kleines Bürgerhaus“ in der DSD widmet sich der Erhaltung und Pflege des Bautyps der kleinen Bürgerhäuser. Sie repräsentieren mit ihrer baulichen Vielfalt die unterschiedlichen Wohn- und Lebensformen der „kleinen Leute“ in den letzten 500 Jahren. Die Buden, Gademe, Kotten, Speicher oder Häusgen genannten Kleinbauten sind ebenso unauffällig wie zahlreich, bilden sie seit dem 15. Jahrhundert doch das Gros des Baubestandes und prägen die Stadtbilder unserer Region. Die Stiftung „Kleines Bürgerhaus“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die architektonischen Zeugen der Alltagskultur unserer Vorfahren zu erforschen, zu bewahren und der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.