07.12.2016

Der Junkernhof in Meimbressen wird weiter restauriert

Hessen
Junkernhof in Calden-Meimbressen © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Gehrmann

Therapie für Stotterer

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt erneut die Instandsetzung der Remise des Junkernhofs in Calden-Meimbressen im Landkreis Kassel. Der Fördervertrag über 60.000 Euro für die Fachwerksanierung und Natursteinarbeiten erreicht Denkmaleigentümer Dr. Alexander Wolff von Gudenberg in diesen Tagen. Möglich wurde die Förderung dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die DSD ist. Im vergangenen Jahr stellte die Denkmalstiftung bereits einmal 70.000 Euro für die Restaurierung von Dach und Fassaden der Remise zur Verfügung. Das mit allen Funktionsbauten erhaltene barocke Rittergut, bei dem noch die Reste einer älteren Wehranlage nachzuvollziehen sind, gehört zu den über 180 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte.

Etwas außerhalb von Meimbressen liegt der Junkernhof, der seit dem 14. Jahrhundert Sitz der Herren Wolff von Gudenberg ist. Von 1659 bis 1667 entstand unter Einbeziehung der Grundmauern eines Vorgängerbaues das heutige Anwesen. Die Hofanlage ist ummauert. Das zweigeschossige Herrenhaus war vordem ein in Bruchstein errichtetes Renaissancegebäude, dessen Rundbogenportal auf der Hofseite noch erhalten ist. Heute ist es eine Fachwerkkonstruktion. Das Obergeschoss weist ein regelmäßiges Fachwerkgefüge mit schlichten Eckstreben und kräftig profiliertem Rähm auf. Im Winkel erhebt sich ein Treppenturm auf einem Renaissancesockel. Der sich anschließende Fachwerkflügel stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert und besitzt hofseitig Fachwerkarkaden auf Ständern mit geschwungenen Kopfbändern. Im Bereich der sich anschließenden nördlichen Tordurchfahrt befindet sich ein kleiner steinerner Rundturm mit Schießscharten, der von der einstigen Wehranlage stammt. Im Winkel schließt sich ein langgezogener Wirtschaftstrakt an. Im Hofbereich besitzt er eine zweigeschossige Fachwerkansicht mit Stalltoren.

Aufgrund langjährigen Leerstands des Stallflügels, der nur sporadisch als Lager genutzt wurde, entstanden Schäden an mehreren Bauteilen. Das Bruchsteinmauerwerk ist stellenweise stark ausgebaucht, das Steingefüge gestört und teilweise statisch gefährdet. Wasser dringt ein. Die Fachwerkkonstruktion selbst ist stark verformt, weil die Queraussteifung fehlt. Die Holzbauteile und Gefache der Außenwände sind ebenfalls betroffen. Die Holzbalkendecken und der Dachstuhl sind konstruktiv geschädigt.

Künftig sollen die Stallbauten zum Sitz eines Instituts für Präsenztherapie für Stotterer mit Teletherapie werden. Die Büros sind im ersten Obergeschoss vorgesehen, die Technik könnte in das Dachgeschoss einziehen. 

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