Die bedeutendsten Glasmalereien des Rheinlandes
Bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 6. Februar 2026 um 10.00 Uhr überbringt Uwe Lohölter, Ortskurator Köln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), in Anwesenheit von Silke Otterburg von WestLotto dank zahlreicher Spenden, der Annemarie und Helmut Börner-Stiftung, dem Heinz Lange-Fonds sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 75.000 Euro für die Restaurierung des Wurzel-Jesse-Fensters in der Stiftskirche St. Kunibert an Pfarrer Dr. Dominik Meiering. Das Gotteshaus gehört nunmehr zu den über 880 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.
Zum Objekt
Die ehemalige Stiftskirche St. Kunibert verfügt über hochmittelalterliche Buntglasfenster, die zu den bedeutendsten Glasmalereien des Rheinlandes zählen. Ihre Erhaltung ist verschiedenen historischen Umständen zu verdanken: Sie überstanden den Brand des Westturms im Jahr 1376, wurden im 18. Jahrhundert nicht durch weiße Scheiben ersetzt, hielten dem Turmeinbruch nach dem Orkan von 1830 stand und blieben durch ihre Auslagerung vor Beginn des Zweiten Weltkriegs erhalten.
St. Kunibert ist die jüngste der großen romanischen Basiliken in Köln. Der Neubau begann um 1210 unter Probst Theoderich von Wied, die Weihe erfolgte im Jahr 1247, ein Jahr vor der Grundsteinlegung des gotischen Kölner Doms. Die dreischiffige Basilika in Werksteinbauweise prägt mit Westbau, Ostapsis mit Krypta, Sakristei und dem Turmpaar am Ostquerschiff das Stadtbild. Der Westturm erhielt nach dem Brand von 1376 einen gotischen Knickhelm. Die zerstörten Knickhelme der Osttürme wurden nach dem Zweiten Weltkrieg durch Pyramidendächer ersetzt.
Zur Ausstattung zählen fünf kleinere Chorfenster in der Apsisachse und drei große Fenster in den Chorobergaden. Sie zeigen Szenen aus den Legenden der Heiligen Kunibert und Clemens. Besonders ins Auge fällt das zentrale Wurzel‑Jesse‑Fenster, das als Bildmotiv die genealogische Linie Jesu aus dem Hause Davids aufgreift. Die sogenannte Wurzel Jesse gehört zu den verbreiteten Darstellungen der christlichen Ikonographie; sie visualisiert die Abstammung Christi, indem sie Jesse – den Vater König Davids – als Ursprung eines Lebensbaums zeigt, aus dem die königliche Linie und schließlich Jesus hervorgehen.
FÜR PRESSEVERTRETER:
Wir bitten Sie, den Terminbeginn als Sperrfrist zu beachten.