Erfassung, Restaurierung und Wiederherstellung
Bei einem Pressetermin am Donnerstag, den 26. Juni 2025 um 10.00 Uhr überbringt Friedrich Bürglen, Ortskurator Jena der DSD, gemeinsam mit Corinna Heller von Lotto Thüringen an die Grabpaten Ulrike und John-Albrecht Keiler auf dem historischen Friedhof in Weimar einen symbolischen Fördervertrag über 18.671 Euro für die digitale Erfassung und Rekonstruktion, Restaurierung und Instandsetzung der Grabanlage Schwerdgeburth, einschließlich der Wiederherstellung der gärtnerischen Anlage nach historischem Vorbild. Der historische Friedhof gehört zu den über 580 Objekten, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Thüringen fördern konnte. 1998 wurde der zur Klassik Stiftung Weimar gehörende historische Friedhof zusammen mit der Fürstengruft als Teil des Ensembles Klassisches Weimar aufgrund seiner vielfältigen historischen Bedeutung zum Weltkulturerbe erklärt.
Nachdem der Jakobskirchhof um die Jakobskirche für Bestattungen nicht mehr ausreichte, wurde 1818 der sogenannte historische Friedhof in Weimar, damals Neuer Gottesacker, auf einer Anhöfe südlich des Stadtzentrums neben dem Poseckschen Garten eröffnet. Die Anlage, die ab 1862 bis 1922 mehrmals erweitert wurde, zeigt sich heute als Parkanlage mit altem Baumbestand und trapezförmigem sich in Nord-Südrichtung erstreckendem Grundriss. Auf dem von der Berkaer Straße durch ein mittig gelegenes Tor zugänglichen Friedhof befinden sich die Grabstätten zahlreicher namhafter Weimarer Persönlichkeiten des 18. und 19. Jahrhundert, die unter Grabkreuzen, in Gebeinhäusern oder Familienmausoleen beigesetzt wurden.
Zum Objekt:
Die Grabstätte Schwerdgeburth auf dem historischen Friedhof in Weimar besteht aus drei Ruhestätten. Jede ist mit einem Postament versehen, die verschiedene Aufbauten haben. Die mittlere Grabstätte bekrönte eine Säule im dorischen Stil, die beiden äußeren ein Kreuz. Die Säule ist demontiert und die Kreuze sind verlorengegangen. Die Inschriften für die Verstorbenen sind auf Tafeln aus Marmor ausgeführt. An den beiden äußeren Grabdenkmalen sind diese in der Vorderseite der Postamente integriert. Die Tafel des mittleren Grabdenkmals steht auf dem Postament und lehnt an der Säule. Jede Ruhestätte ist mit einer Einfassung versehen. Die gesamte Grabstätte hat eine weitere äußere Einfassung, zudem ist eine Stufe der Anlage vorgelagert. Die Grundmaße der Ruhestätte betragen 3,5 Meter in der Breite und der Tiefe.
FÜR PRESSEVERTRETER:
Diese Pressemeldung gilt als Einladung zum Termin. Wir bitten Sie, die Sperrfrist zu beachten: Terminbeginn