Arbeiten am Süd-West-Flügel gehen voran
Für Putz-, Maurer- und Betonarbeiten am Süd-West-Flügel der Öl- und Getreidemühle Reimann in Sonnewalde stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden 20.000 Euro zur Verfügung. Das technische Denkmal gehört somit zu den über 750 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Brandenburg fördern konnte.
Die ehemalige Öl- und Getreidemühle Reimann in Sonnewalde besteht aus Mühlengebäude, Kontor, Siloturm, Remise, Stallgebäude und Maschinenhaus mit Ölmühle und Trafostation. Mit ihrer baulichen Erscheinung ist das Ensemble in seiner Ortsrandlage, vor allem durch den 23 Meter hohen Siloturm mit aufgesetzter Geländerkrone, ein weithin sichtbares Wahrzeichen der kleinen, sehr ländlich geprägten Stadt und ihrer Umgebung.
Zum Objekt:
Das viergeschossige Mühlengebäude mit Maschinenhausanbau und Stall wurde zwischen 1908 und 1910 von dem Müller und Mühlenbaumeister Paul Reimann und Mühlenbaumeister Karl Lehmann erbaut. Es nahm 1911 mit einem Dampfmaschinenantrieb die Mehlproduktion auf. 1931 bekam das Mühlenhaus einen Erweiterungsbau in Form eines vierten Gebäuderiegels mit Durchfahrt, der die Lücke zwischen Mühlenhaus und Stall schloss. In diese Zeit ist auch der Anbau eines Kontors zu datieren. 1934 wurde der 23 Meter hohe Siloturm und die Remise ergänzt. Ebenfalls stellte man in den 1930er Jahren den Antrieb von Dampf auf Elektro um und integrierte dazu den Trafoturm in das Maschinenhaus. Hier befindet sich auch noch eine in Teilen vorhandene Ölmühle. Die demontierte Dampfmaschine ist bedauerlicherweise nicht mehr erhalten.