97 Prozent des Dachstuhls sind noch bauzeitlich
Bei einem Pressetermin vor Ort am Dienstag, den 11. November 2025 um 11.00 Uhr überbringt Martin Burkhardt, Mitglied im Ortskuratorium Leipzig der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), in Anwesenheit von Corinna Heller von Lotto Thüringen dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 50.000 Euro für Sanierungsarbeiten am Halben Schloss in Langenleuba-Niederhain an Philipp Hesse, Vorstand der Halbes Schloss Langenleuba-Niederhain e.V. Die Fördermittel kommen Zimmerer- und Holzbauarbeiten am Nordflügel sowie Arbeiten am Dachtragwerk und der Deckenkonstruktion im zweiten Obergeschoss zugute. Das Schloss gehört seit 2022 zu den über 570 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.
Das Halbe Schloss Langenleuba-Niederhain war im 13. Jahrhundert eine „Grenzfeste“. Diese Wasserburg mit vorgelagertem Wirtschaftshof erhielt Johann von Kuntsch 1707 als Lehen. Kurz darauf beauftragte er den Neubau des heutigen Schlosses. Zwischen 1708 und 1711 entstand das Schloss als vollständiger barocker Neubau.
Zum Objekt:
Heute zeigt sich das Halbe Schloss als stattliche dreiflügelige Anlage um einen rechteckigen Innenhof. Dieser weist einen bauzeitlichen Plattenbelag aus Rochlitzer Porphyr auf. Der Hof wird auf der West-, Ost- und Nordseite von Gebäudesubstanz umgeben, während die südliche Begrenzung nur noch im Erdgeschossniveau vorhanden ist. Die Fassaden zum Innenhof werden durch einfache Band-Gesimse horizontal geteilt und durch glatte Fenstergewänder gegliedert. Die Außenfassaden sind reicher gestaltet. Die Ostseite ist wohl die Hauptfront. Diese Fassade umfasst heute 12 Achsen sowie zwei Risalite. Im Inneren sind die komplett erhaltenen meisterhaften Stuckdecken zu nennen, die zum Teil noch in der originalen Farbfassung des 18. Jahrhunderts gehalten sind. Untersuchungen des Dachtragwerkes stellten fest, dass über 97 Prozent des Dachstuhls noch bauzeitlich sind. Auch die ursprünglichen Raum- und Funktionsfolgen sind überliefert und nachvollziehbar.
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