Seit 1803 zu Wohnzwecken genutzt
Bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 19. November 2025 um 14.00 Uhr überbringt Rolf Klostermann, Ortskurator Sauerland der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), in Anwesenheit von Rüdiger Beul von WestLotto dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 30.000 Euro für die zimmermannsmäßige Instandsetzung des Fachwerks und der Deckenfelder des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes am Stift 11 in Obermarsberg an die Denkmaleigentümerin Rosemarie Löbermann. Das Gebäude gehört seit 2022 zu den über 880 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.
Zum Objekt:
Südwestlich der Stiftskirche hat sich das einstige Wirtschaftsgebäude erhalten. Das langgestreckte Gebäude aus dem 16. Jahrhundert ist ein verputzter Bruchsteinbau, dessen Wände bis zu 1,10 Meter stark sind. Die Wandöffnungen der Innenseiten weisen teilweise Schielungen und Segmentbögen auf. Ein einfaches, gezapftes Kehlbalkendach mit hochliegenden Kehlbalken und zweifach stehendem, leicht nach innen geneigtem Stuhl deckt den Bau.
Fast alle Balken der östlichen Dachhälfte wurden bereits in anderen Bauten zuvor verwendet. Es sind drei Gruppen älterer Sekundärhölzer zu unterscheiden: Die jüngsten Sekundärhölzer gehören zu einer Vorgängerkonstruktion um 1670, die ältesten wurden dendrochronologisch auf 1524 datiert. Das Gebäude dokumentiert die Blütezeit des Klosters sowie die Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Heute ist der Bau vertikal in zwei Wohneinheiten geteilt.
FÜR PRESSEVERTRETER:
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