Selbst Feldherr Albrecht von Wallenstein musste unverrichteter Dinge abziehen
Für die Sanierung der Fassade auf der Hofseite der Wasserburg in Spantekow stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden 40.000 Euro zur Verfügung. Das Denkmal gehört seit 1993 zu den heute über 650 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern gefördert hat.
Zum Objekt:
Ulrich von Schwerin ließ von 1558 bis 1567 den Stammsitz seiner Familie neben einer mittelalterlichen Burg mitten in einem sumpfigen Wiesengelände anlegen. Ein ausgeklügeltes System von Wassergräben, Festungsmauern und Kasematten mit bis zu vier Meter starken Erdwällen sicherten die Anlage so effizient, dass im Dreißigjährigen Krieg selbst der böhmische Feldherr Albrecht von Wallenstein unverrichteter Dinge wieder abziehen musste. Erst 1677 wurde die Festung durch den "Großen Kurfürsten" Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg erobert. Anschließend ließ er die Veste teilweise schleifen.
Erhalten sind neben den Resten der mittelalterlichen Burg und einigen Festungsteilen das rechteckige Renaissance-Schloss und einige Wirtschaftsgebäude aus dem 16. Jahrhundert. Über dem Portal des südlichen Torhauses ließ sich der Bauherr um 1570 mit seiner Frau Anna von Arnim auf einem fast lebensgroßen Relief darstellen.