05.06.2023

Gesamtsanierung eines Bürgerhauses in der Wandfärberstraße in Lüneburg

Niedersachsen

Holz aus dem Jahr 1558 wurde hier verbaut

An der Gesamtsanierung eines Bürgerhauses in der Wandfärberstraße in Lüneburg beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale mit 100.000 Euro. Den dazugehörigen symbolischen Fördervertrag überbringt Professor Dr. Paul Georg Lankisch, Ortskurator Lüneburg der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 8. Juni 2023 um 11.30 Uhr im Beisein von Asmus Weber von Lotto Niedersachsen an André Witte, der die denkmalbesitzende WEG Wandfärberstraße Lüneburg vertritt. Das Bürgerhaus gehört zu den über 490 Denkmalen, die die DSD aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Niedersachsen fördern konnte.

Zum Objekt

Die Wandfärberstraße befindet sich mitten in der Lüneburger Altstadt, nördlich der Johanniskirche und unweit der Ilmenau. Seit dem ausgehenden Mittelalter siedelten sich hier Handwerker und Färber an. Es handelt sich um einen traufständigen Ziegelbau mit einem Obergeschoss in ziegelausgefachtem Fachwerk auf trapezförmigem Grundriss. Die schlichte Straßenfassade weist einen zentralen Zugang und insgesamt sieben Achsen auf. Dendrochronologische Untersuchungen belegten, dass das im Bürgerhaus verarbeitete Holz 1558 gefällt wurde. Vermutlich ist der Bau im Kern jedoch noch älter. Möglicherweise stand hier schon ein Haus im 14. oder 15. Jahrhundert, als sich das Grundstück im Besitz des Prämonstratenserklosters Heiligenthal befand. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Haus um ein Geschoss aufgestockt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Bau massiv verändert, bevor er 1989 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Der derzeitige Leerstand lässt die Sanierung dringend geboten sein.

Bürgerhauses in der Wandfärberstraße in Lüneburg * Foto: André Witte
Bürgerhauses in der Wandfärberstraße in Lüneburg * Foto: André Witte

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