28.12.2012

Johannes ist zurück… jetzt kommt Matthäus in Kur

Altarfigur der Oberkirche in Arnstadt wird restauriert

Eine erfreuliche Nachricht für Pfarrer Thomas Kratzer. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert in diesem Jahr nach der Stuckfigur des hl. Johannes nun auch die Restaurierung der Matthäusfigur am Altar der Oberkirche in Arnstadt im Ilmkreis. Möglich wurde die Förderung einmal mehr durch eine zweckgebundene Spende der Kaden Verlag GmbH & Co KG. Der Fördervertrag über 5.920 Euro erreicht das Pfarramt in diesen Tagen.

Bei der 1641 von Burchard Röhl für den Altar angefertigten Matthäusfigur muss unter anderem die aufgeplatzte, abgeschalte Trägeroberfläche wiederhergestellt werden. Die Stuckoberfläche hat sich in einigen Bereichen vom Untergrund gelöst. Zudem sind Teil- und Formverluste auszugleichen sowie Brüche, Risse und Korrosionen an den Eisenelementen zu beheben.

Arnstadt zählt zu den ältesten deutschen Städten. Im 13. Jahrhundert gründeten die Franziskaner dort ein Kloster, für das eine gotische Saalkirche errichtet wurde. Den 60 mal 11 Meter großen schlichten Rechteckbau aus steinsichtigem Werkstein und Bruchstein deckt ein durchgehendes hohes Satteldach. Nach Einzug der Reformation und Aufhebung des Konvents 1538 wurde der Bau zur Hauptkirche der Stadt und Hauskirche der Grafen von Schwarzburg-Arnstadt. In einem Teil der ehemaligen Klostergebäude brachte man zunächst die gräfliche Erziehungsanstalt unter, später die Städtische Schule, die auch die Reste des einstigen Refektoriums und des Kreuzgangs nutzte.

Arnstadts Oberkirche gehört zu den rund 400 Förderprojekten, die die private DSD dank individueller Spenden und Mitteln der Fernseh-Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.

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