11.09.2025

Landesweite Eröffnungsfeier zum Tag des offenen Denkmals® in Penkun

Tag des offenen Denkmals® Mecklenburg-Vorpommern
Speichergebäude auf dem Schlossgelände in Penkun
Speichergebäude auf dem Schlossgelände in Penkun

Schlossspeicher soll künftig für Regionalmarkt genutzt werden

Kurzfassung: Die mecklenburg-vorpommersche Eröffnungsfeier zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals am 14. September 2025 findet auf dem Schlossgelände in Penkun statt. Die Festveranstaltung moderiert Bürgermeisterin Antje Zibell ab 11.00 Uhr. Grußworte sprechen die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes, Bettina Martin und Dr. Rosemarie Wilcken, ehemaliges Stiftungsratsmitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Beim Festakt wird auch der Ferdinand-Lisch-Denkmalpreis des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Die Feierstunde endet mit der Eröffnung des von der treuhänderischen Kurt und Gisela Bläsing-Stiftung in der DSD geförderten Speichergebäudes auf dem Schlossgelände. Ab 11.00 Uhr beginnt ebenfalls das Festprogramm zur Eröffnung des landesweiten Tags des offenen Denkmals mit Kinderprogramm, Clowns, Musik, Essen und Trinken.

Langfassung: Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, den 14. September 2025 wird in Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr auf dem Schlossgelände in Penkun eröffnet. Die Festveranstaltung, die Bürgermeisterin Antje Zibell moderiert, beginnt um 11.00 Uhr. Die Festrede hält die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes, Bettina Martin. Dr. Rosemarie Wilcken, ehemaliges Stiftungsratsmitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), hält ein Grußwort. Im Anschluss vergibt die Ministerin den Ferdinand-Lisch-Denkmalpreis des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern an zuvor nicht genannte Preisträger. Gegen 13.30 Uhr endet der Festakt schließlich mit der Eröffnung des von der treuhänderischen Kurt und Gisela Bläsing-Stiftung in der DSD geförderten Speichergebäudes auf dem Schlossgelände durch Jorinde Bugenhagen, Projektarchitektin der DSD. Das Festprogramm zur Eröffnung des landesweiten Tags des offenen Denkmals mit Kinderprogramm, Clowns, Musik, Essen und Trinken beginnt parallel ab 11.00 Uhr.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat das Penkuner Schloss von 1991 bis 2000 wiederholt gefördert. Zu den regelmäßig auf dem Schlossgelände stattfindenden Veranstaltungen, seien es Theater, Mittelalterfeste, Schalmeien-Wettbewerbe oder Weihnachtsmärkte, kommen durchschnittlich 2.000 bis 3.000 Besucher täglich. Das Speichergebäude wurde im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts errichtet und diente als Lagerraum für Getreide und Vorräte, die für den Betrieb des Schlosses und der umliegenden Ländereien notwendig waren. Am Tag des offenen Denkmals finden regelmäßige Führungen durch den Speicher statt, bei denen der Projektleiter Alexander Krauß und die DSD-Projektarchitektin Jorinde Bugenhagen Fragen zum Gebäude und seiner zukünftigen Nutzung beantworten.

Der historische Speicher ist ein bedeutendes Bauwerk innerhalb der weitläufigen Schlossanlage. Nach der Fertigstellung wird er für einen Regionalmarkt und als Begegnungsort genutzt werden. Dadurch soll insbesondere die örtliche Landwirtschaft gefördert und gestärkt werden. Die Menschen der Umgebung erhalten wieder die Gelegenheit, regionale und qualitativ hochwertige Produkte einzukaufen und das Flair eines Wochenmarktes zu genießen. Der Standort am Schlossvorplatz, im Eingangsbereich des Geländes, ist dafür ideal geeignet, um sowohl die ortsansässige Nachbarschaft als auch zahlreich vorbeifahrende Radwanderer anzuziehen.

Bis vor wenigen Jahren befand sich der Speicher in einem schlechten baulichen Zustand. Schäden durch Feuchtigkeit, Feuer und die Belastung mit Schadstoffen hatten das Bauwerk stark beeinträchtigt und eine Nutzung nahezu unmöglich gemacht. Die 2010 testamentarisch in der DSD errichtete Kurt und Gisela Bläsing-Stiftung fördert nun seit vorletztem Jahr die Sanierung des Gebäudes mit insgesamt 225.000 Euro. Daher wird der Speicher von nun an „Kurt und Gisela Bläsing-Haus“ heißen. Eine Bronzetafel wird daran erinnern.

Weitere Infos unter: www.tag-des-offenen-denkmals.de/app

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die DSD ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich, legt das jährliche Motto fest und stellt ein umfassendes Online-Programm sowie zahlreiche kostenlose Werbemedien zur Verfügung. Sie unterstützt die Veranstalter mit bundesweiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie einem breiten Serviceangebot. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Mit diesem Tag schafft die Stiftung große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in Deutschland. Vor Ort gestaltet wird der Tag von unzähligen Veranstaltern – von Denkmaleigentümern, Vereinen und Initiativen bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern –, ohne die die Durchführung des Tags des offenen Denkmals nicht möglich wäre. Der Tag des offenen Denkmals ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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