Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Restaurierung des Glockenturms
Bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 26. November 2025 um 10.00 Uhr überbringt Hans-Ulrich Pohlmann, Ortskurator Mühlhausen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dank zahlreicher Spenden einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 15.000 Euro für die Sanierung des Turmmauerwerks auf Glockenebene der St. Nicolaikirche in Mühlhausen an Simone Doll, Geschäftsführerin der Evangelischen Kirchengemeinde Mühlhausen. Das Gotteshaus gehört nunmehr zu den über 570 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.
Zum Objekt:
Die evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Nicolai ist die größte unter den Vorstadtkirchen Mühlhausens. Die gesamte Kirche entstand aus Travertin, zwischen den aus flachen Quadern gemauerten Innen- und Außenschalen Steinreste und Mörtel gefüllt wurden. Durch historische Überformung des Äußeren und durch die Erneuerung der gotischen Gewölbe wurde die Erscheinung der Kirche nach den Vorstellungen des 19. Jahrhunderts geprägt.
Die regelmäßige Gestalt einer dreischiffigen kreuzrippengewölbten Hallenkirche, wie sie bei ihrer Entstehung im 14. Jahrhundert gedacht war, erhielt die Kirche 1897–1898 durch die Erhöhung der Nordwand und das Einbringen eines Kreuzrippengewölbes. Die Gewölbe der Halle werden von achteckigen Pfeilern getragen.
Der Chor ist im Unterschied zum Langhaus einschiffig, für mittelalterliche Pfarrkirchen in Deutschland nicht ungewöhnlich. Südlich steht als Chorflankenturm der Glockenturm der Kirche. An der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine zweigeschossige Kapelle, die sich äußerlich nicht vom Seitenschiff abhebt. Die Außenwände des Langhauses sind im Gegensatz zum Chor ohne Strebepfeiler, auch die Fenstergewände sind glatt, im Chor dagegen sind sie profiliert.
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