Eine neuromanische Saalkirche von 1875/1876
Für die Sicherung von Apsis und Kirchenschiffgiebelwand am Westturm der St. Johanniskirche in Bad Lauchstädt-Schafstädt stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden 20.000 Euro zur Verfügung. Das Gotteshaus gehört nunmehr zu den über 660 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Sachsen-Anhalt gefördert hat.
Zum Objekt:
Die Kirche St. Johannis in Schafstädt ist eine neuromanische Saalkirche auf rechteckigem Grundriss mit angeschlossenem Chorraum und Apsis sowie zwei Seitenapsiden. Sie wurde 1875/1876 auf der Grundlage heute noch vorhandener Baupläne erbaut. Am westlichen Ende des Kirchenschiffes befindet sich der nahezu quadratische Turm, der noch von der vorhergehenden Kirche erhalten geblieben ist. Er stammt inschriftlich aus dem Jahre 1505, die Bruchsteine sind mit einem leichten Kalkputz überzogen. 1793 wurde eine barocke Haube aufgesetzt. Das Kirchenschiff besteht aus sorgfältig gefügtem, hammerrechtem Sandsteinmauerwerk. Alle Dächer sind mit Schiefer gedeckt. Alle Fenster des Kirchenschiffes und der Anbauten heben Werksteine optisch aus der Fläche hervor.
Im Innern sind die Wandflächen verputzt und deckend gestrichen. Den Chorraum überwölbt ein Tonnengewölbe, hier sind alle Flächen farbig gefasst. Über dem Kirchenschiff befindet sich eine sichtbare Holzkonstruktion unter der eigentlichen Tragkonstruktion, die aus je zwei Sprenghölzern und je einem Zugband besteht. Darüber ist die Schalung mit Schmuckelementen versehen.
Nördlich und südlich sind entlang der Längswände Emporen eingebaut, zusätzlich im Westen eine Orgelempore, auf der die von Friedrich Ladegast 1875 errichtete Orgel aufgebaut ist. Die Ausstattung und die Ausmalung sind bauzeitlich, mit Ausnahme weniger ausgezeichneter Ausstattungsstücke wie einer Sandsteintaufe aus dem 15. Jahrhundert und einer Messingtaufschale.