31.08.2023

Maurerarbeiten an der Dorfkirche Borgsdorf-Pinnow

Brandenburg
Dorfkirche Borgsdorf-Pinnow * Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Bugenhagen Das Bild ist für Pressezwecke kostenfrei bei Nennung des Nachweises.

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Für Maurerarbeiten an der Dorfkirche Borgsdorf-Pinnow stellt die private spendensammelnde Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher zweckgebundener Spenden sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale 20.000 Euro zur Verfügung. Die orts- und landschaftsprägende Kirche gehört nun bereits seit 1992 zu den heute über 710 Denkmalen, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Brandenburg gefördert hat.

Die Pinnower Dorfkirche liegt inmitten eines stark ländlich geprägten Raums im Ortsteil Borgsdorf von Hohen Neuendorf. Sie wurde um 1860 maßgeblich nach einem Entwurf des Schinkel-Schülers Friedrich August Stüler errichtet. Der Stülersche Dachstuhl ist sogar noch beinahe vollständig original erhalten. Als bauliches Zeugnis des berühmten preußischen Baumeisters hat die Dorfkirche eine recht hohe historische Bedeutung. Der Ziegelbau im Rundbogenstil ist mittels Lisenen und Rundbogenfries gegliedert und an den mit stumpfen Eckpfeilern akzentuierten Giebeln mit ansteigenden Rundbogenblenden versehen. Die zum Bau verwendeten gelben Ziegel stammten aus der Ziegeleiproduktion der näheren Umgebung und sind somit ein ortstypisches Baumaterial. Der traditionell nach Osten ausgerichtete Kirchenbau am westlichen Ortsausgang von Borgsdorf stellt mit seinem dunklen Schieferdach über dem Hauptschiff und dem hellen, für Stüler-Bauten charakteristischen Ziegelhelm eine weithin sichtbare Landmarke dar.

Zum Objekt

Es handelt sich um eine Saalkirche mit runder Apsis und Turm. Der Turm wird von einem spitzen, gemauerten Helm mit einer Kreuzblume bekrönt. Der Außenbau nimmt mit rundbogigen Formsteinfriesen und den Fensterformen auf romanische Architektur Bezug.

Der einschiffige Innenraum ist ein stützenfreier Saal mit hölzerner Empore und Holzbalkendecke. Die stuckierte neogotische Kanzel und das Bankgestühl sind erhalten. Ergänzt wird die Kirchenausstattung durch eine Grabplatte aus der Renaissance und den auf 1693 datierten – derzeit ausgelagerten – Taufstein. Ursprünglich stand der mächtige Dachstuhl offen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz förderte bereits Arbeiten am Turm und am Kirchenschiffsdach. Der Innenraum wurde 1992 durch Randalierer stark zerstört und harrt immer noch auf die weitere Wiederherstellung.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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