Der eingelagerte historische Orgelprospekt wurde gesichtet, begast und restauriert
Am vierten Adventssonntag, den 21. Dezember 2025 findet um 10.00 Uhr in der Klosterkirche St. Marienthal in Ostritz im Verlauf der heiligen Messe die Orgeleinweihung durch Bischof Heinrich Timmerevers aus Dresden statt. Im Rahmen der Wiedererrichtung der großen Orgel beteiligte sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), die durch ihren Ortskurator Görlitz Frank-Ernest Nitzsche vertreten wird, am Wiederaufbau sowie an der Instandsetzung und Restaurierung des historischen Orgelgehäuses aus dem Jahr 1862 mit 20.000 Euro. Die neue Orgel im restaurierten historischen Gewand ist mit der erneuerten kleinen Chororgel verbunden und wird hochwassersicher von einem modernen Spieltisch am alten Standort auf der Schwesternempore gespielt. Kloster St. Marienthal gehört seit 2000 zu den heute über 870 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Sachsen fördern konnte.
Zum Objekt:
Die unmittelbar an der Neiße gelegene Zisterzienserinnen-Abtei Marienthal wurde 1234 von König Wenzel II. von Böhmen gegründet. 1427 zerstört, wurde das Kloster in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts nach mehreren Bränden unter der Äbtissin Anna Friedrich unter Verwendung alter Bausubstanz neu errichtet. Von diesen Bauten sind die Kirche und die Abteigebäude erhalten. Die größte Zahl der Nebengebäude stammt insbesondere aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Das Kloster wird nach wie vor als Zisterzienserinnen-Abtei genutzt. Die letzte Hauptorgel in der Klosterkirche wurde 1862 erbaut und genutzt. Nachdem sie mehrfach repariert wurde, musste sie 1986/1987 abgetragen werden. Seit 1989 war nurmehr eine kleine Begleitorgel auf der Schwesternempore vorhanden.