Das Gesicht der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Schwerin hat einen neuen Namen
Das „Gesicht“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) in Schwerin hat einen neuen Namen: Jürgen Hansen. Er übernimmt die Aufgaben eines DSD-Vertreters vor Ort ehrenamtlich und folgt damit auf Dipl.-Ing. Wulf Kawan, der das Ortskuratorium gegründet und drei Jahre lang verdienstvoll geleitet hat. Bundesweit engagieren sich über 85 Ortskuratorinnen und Ortskuratoren für die DSD. Sie übernehmen Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und Werbung und verleihen der privaten, spendenfinanzierten Denkmalschutzstiftung als deren Repräsentantinnen und Repräsentanten ihr „Gesicht“.
Jürgen Hansen wurde 1946 in Flensburg geboren und ist ausgebildeter Industriekaufmann und Diplom-Verwaltungsfachwirt. Seine berufliche Laufbahn führte ihn in verschiedene Ministerien und Bundesbehörden. Nach der Wende wechselte Hansen nach Schwerin und ins Bildungsministerium und war dort in der Wissenschaftsabteilung tätig, zunächst als Referatsleiter für Hochschulen und Berufungsangelegenheiten, später bis zu seinem Ruhestand 2009 als Stellvertreter des Abteilungsleiters „Wissenschaft und Forschung, Hochschulen“ mit Zuständigkeit für Universitäten, Fachhochschulen sowie die Hochschule für Musik und Theater.
Seinen Ruhestand nutzte Hansen vor allem für die Sanierung der Kirche St. Georg in Kirch Stück in der Gemeinde Klein Trebbow, wo er mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Kontakt kam und die Arbeit aus der Perspektive eines Fördernehmers kennen- und schätzen lernte. Darüber hinaus engagiert er sich im „Arbeitskrink plattdüütsch in de Kirch“: Mit monatlichen Gottesdiensten auf Plattdeutsch und jährlich bis zu 15 Kulturveranstaltungen wird die sanierte Kirche nicht nur sinnvoll genutzt, sondern zugleich ein bedrohtes Kulturgut – die niederdeutsche Sprache – lebendig gehalten.
Die Tätigkeit eines Ortskurators ist auf drei Jahre begrenzt, eine Verlängerung ist – auch mehrfach – möglich. Um die vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, kann sich ein Ortskurator ein eigenes Ortskuratorium mit einer begrenzten Zahl von Mitgliedern bilden. Dabei wird ein breites Spektrum an fachlicher Kompetenz angestrebt. Bei ihrer Tätigkeit halten die Ortskuratoren engen Kontakt zum Bereich „Ortskuratorien" der DSD-Geschäftsstelle in Bonn.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat bundesweit seit 1985 über 7.500 Denkmale mit mehr als einer dreiviertel Milliarde Euro retten können. Allein in Mecklenburg-Vorpommern hat sie über 650 Denkmale mit mehr als 77,8 Millionen Euro unterstützt.
Weitere Informationen: www.denkmalschutz.de/spenden-helfen/selbst-aktiv-werden/als-ehrenamtler.html