Beliebte Teestube mit prominenten Gästen
Micaela Schweers-Sander, Ortskuratorin Wilhelmshaven der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Freitag, den 8. August 2025 um 17.00 Uhr dank der treuhänderischen Dr. Arnold Nöldeke und Dr. Elisabeth Nöldeke Stiftung in der DSD einen symbolischen Fördervertrag über 80.000 Euro für die Sanierung von Dach und Erdgeschossräumen des Poppingas Alte Bäckerei genannten Hauses in Greetsiel an Johannes Cassens für die PAB Denkmal eGbR. Das Haus gehört nunmehr zu den über 560 Objekten, die die private DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, bisher allein in Niedersachsen fördern konnte.
Den kleinen Küstenort Greetsiel, der zur ostfriesischen Gemeinde Krummhörn gehört, prägen Fischerei und Tourismus. Poppingas Alte Bäckerei liegt zentral nahe dem Markt an der Sielstraße beim gleichfalls unter Denkmalschutz stehenden Ensemble aus altem und neuem Hafenbecken, dem Alten und Neuen Deich sowie dem Alten Greetmer Siel – einem der ältesten erhaltenen, steinernen Gewölbesiele Ostfrieslands.
Zum Objekt
Das im Kern aus dem 18. Jahrhundert stammende Gebäude wurde nach der Großen Sturmflut 1825 errichtet. Ihren Namen hat die Bäckerei vom 1811 geborenen Bäckermeister Heit Harm Poppinga, der in dem Gebäude eine Backstube eröffnete. Mareike Poppinga hat hier noch bis 1973 Brot und Lebensmittel verkauft. Danach ging das Denkmal an die Gemeinde Greetsiel, die es sanieren ließ und bis 2020 als Teestube mit Museumscharakter verpachtete. Prominente wie Thomas Gottschalk, Peter Maffay oder Gerhard Schröder waren hier zu Gast.
Der hoch aufragende, dreistöckige Backsteinbau steht als Reihenhaus direkt am Siel und ist durch seinen feinversprossten Schaufenstererker bereits äußerlich als Laden erkennbar. Die Eingangstür führt über einige Stufen direkt hinauf in den einstigen Laden, dessen Theke mit Regal und weiteren Details wie einem fest eingebauten Taubenkäfig erhalten ist. Im hinteren Bereich liegen ein Untergeschoss mit Zugang zum rückwärtigen Grundstücksende sowie ein Hochparterre mit einem Raum mit Butzen und weiteren teils aufwendig geschmückten wandfesten Ausstattungsdetails und historischen Türen und Fenstern, dem einstigen Hauptraum der Teestube. Das nur über eine steile Stiege zugängliche Obergeschoss diente einst Wohnzwecken, das Dachgeschoss bietet nur für einen kleinen Speicher Raum.
FÜR PRESSEVERTRETER:
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