Als Teil der römischen Stadtbefestigung Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus entstanden
Bei einem Pressetermin vor Ort am Donnerstag, den 20. November 2025 um 10.00 Uhr überbringt Uwe Lohölter, Ortskurator Köln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein der ehemaligen Dombaumeisterin Professor Dr. Barbara Schock-Werner dank zahlreicher Spenden einen symbolischen Fördervertrag in Höhe von 161.743 Euro für die Natursteinrestaurierung sowie Klempnerarbeiten am Römerturm in Köln an Professor Dr. Alfred Schäfer vom Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln. Im Jahr 2022 hatte die DSD gemeinsam mit dem Förderverein Römische Stadtmauer zur Spendenkampagne „Der Römerturm in Köln braucht Ihre Hilfe!“ aufgerufen. Der Turm gehört seit 2018 zu den über 880 Denkmalen, die die DSD, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, aus privaten Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.
Zum Objekt:
Der Römerturm an der Zeughausstraße Köln ist rund 2.000 Jahre alt. Als Teil der Stadtmauer diente er in römischer Zeit zunächst dem Schutz der Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Doch die kunstvoll gestaltete Steinfassade war auch ein steinernes Werbebanner für römische Kultur. Der Kölner Turm gehört zu den frühesten Beispielen für ein musivisches Mauerwerk nördlich der Alpen. Diese Mauerdekoration mit verschiedenen Steinsorten wurde am Römerturm besonders detailreich und aufwendig umgesetzt. Die Fischgrätenmuster, Halbrosetten oder stilisierte Tempelfronten sind alle originales Mauerwerk. Erst oberhalb der Kreisornamente endet der antike Baubestand. Überdauert hat das im Mittelalter „Clarenturm“ genannte Bauwerk als Latrine des Klarissenklosters. Erst im 19. Jahrhundert besann man sich wieder seiner römischen Ursprünge und setzte den Zinnenkranz auf.
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