03.02.2026

Über 40 niedersächsische Denkmale erhielten 2025 eine DSD-Förderung

Niedersachsen
Wind- und Wassermühle in Hüven
Die Wind- und Wassermühle in Hüven ist eines von über 40 Denkmalen in Niedersachsen, die 2025 von der DSD gefördert wurden

Deutsche Stiftung Denkmalschutz freut sich über die Erfolge im vergangenen Jahr

In Niedersachsen erfreuten sich 2025 über 40 Denkmale der Hilfe durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die Unterstützung durch die Förderer der Stiftung war ungebrochen. Private Spenden, die Erträge der DSD-Treuhandstiftungen und die der Lotterie GlücksSpirale, dazu zahlreiche Nachlässe und Geldauflagen ermöglichten der privaten Denkmalschutzstiftung allein in Niedersachsen, neben Beratung, Begleitung und Besichtigung der Objekte auch über 2,6 Millionen Euro in Förderverträge zu binden. Bundesweit unterstützte die DSD im vergangenen Jahr über 610 Objekte mit rund 34,9 Millionen Euro.

Zu den Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 2025 in Niedersachsen gehörte beispielsweise die Wind- und Wassermühle in Hüven. Das national bedeutende Denkmal steht am Südrand des Dorfs in von der Landwirtschaft geprägter Umgebung. Als Mühlenstandort bereits 1534 erwähnt, datiert der heutige Bau ins Jahr 1802. Bereits 1812 gab es den Plan, eine separate Windmühle zu ergänzen, da die Wasserversorgung unzuverlässig war. Doch erst 1850 wurde der Bau einer Windmühle genehmigt, die per Kupplung die Mahlgänge der Wassermühle antreiben sollte – eine Technik, die zwar nicht einzigartig, aber doch sehr selten ist. Spektakulär sitzt die Galerieholländermühle auf dem Schopfwalmdach des kleinen Fachwerkbaus, der am unterschlächtigen Mühlrad an der Giebelseite als Wassermühle erkennbar ist. Zu den weiteren DSD-Projekten des vergangenen Jahres gehörten auch das Dampfschiff Prinz Heinrich in Leer, wo dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale die Restaurierung des Holzdecks unterstützt werden konnte, oder Schloss Gödens in Sande, wo die DSD die Schieferdachdeckung auf dem Hauptgebäude förderte. Schließlich wurde auch dem Leuchtfeuer in Lemwerder, dem Egon-Jux-Haus in Hitzacker und der Alten Schule in Barsinghausen Unterstützung zuteil. Jedes dieser Denkmale stellt eine einmalige Kostbarkeit dar.

Das Förderprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz umfasst private und öffentliche Denkmale, darunter Bürgerhäuser, Burgen, Kirchen, Klöster, Schlösser, technische Denkmäler, aber auch archäologische Grabungen und historische Grünanlagen. Nur durch die tatkräftige Mithilfe vieler Mitbürger lassen sich diese Kunstschätze unserer Kulturlandschaft erhalten. Die Förderung durch die DSD versteht sich daher immer auch als Anerkennung des beispielhaften Bemühens der Denkmaleigentümer, Fördervereine, Kommunen und Gemeinden in ihrem Einsatz für den kulturellen Erinnerungsschatz, der uns allen Heimat bewahrt.

Weitere Infos und Beispiele unter www.denkmalschutz.de

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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