20.09.2017

Wandsbeker Kreuzkirche erhält DSD-Plakette

Hamburg

Bronze für den Dachstuhl

Für die Sanierung des Kirchendachstuhls der Kreuzkirche in Hamburg-Wandsbek stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) im vergangenen Jahr 20.000 Euro zur Verfügung. Nun überbringt Reiner Schwartz vom Ortskuratorium Hamburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) am Samstag, den 23. September 2017 um 15.00 Uhr im Rahmen des Gemeinde- und Straßenfestes zur Erinnerung an die gelungene Restaurierung an Pastor Karl Grieser eine Bronzetafel mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Dadurch bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren.

Die Kreuzkirche Wandsbek wurde von 1908 bis 1910 nach Plänen des Hamburger Architekten Fernando Lorenzen erbaut. Die Kirche ist ein konventioneller neogotischer Bau, dessen Grundriss ein griechisches Kreuz mit kurzen Armen und einer dominanten Vierung mit Sterngewölbe ist.

Die Außenfassaden bestehen aus rustikalen Handstrichziegeln mit weißen Fugen und zeigen so schon erste Ansätze der Reformbewegungen im Kirchenbau vor dem Ersten Weltkrieg. Der Innenraum bietet 458 Menschen Platz, die Empore kann weitere 156 Personen aufnehmen. Für die Ausschmückung der Kirche gab es eine Fülle von Geschenken und Stiftungen aus privater Hand. Die Turmuhr in Wandsbek gehört zu den wenigen Kirchturmuhren im Hamburger Raum, deren Uhrwerk noch einmal wöchentlich von Hand aufgezogen werden muss.

Die Öffnungen der Kleeblattfenster im Altarraum wurden 1975 durch den Künstler Hans Kock neu gestaltet. Einige geborgene Reste der ursprünglichen Fenster wurden im Keller der Kirche eingelagert, vergessen, 1994 wiederentdeckt und nach einer durch Spenden aus der Gemeinde ermöglichten Restaurierung unter den Seitenemporen als Vorsatzfenster angebracht, um an die Zeit des Krieges zu erinnern.

Undichtigkeiten im Bereich der durchgedeckten Kehlen, Braunfäule der Schwellen und Gratsparren, Risse und Verformungen im Traufmauerwerk, Verformungen des Dachstuhls und die Belastung des Innenraums mit Schimmelsporen konnten erfolgreich beseitigt werden.

Die Wandsbeker Kreuzkirche gehört zu den 41 Denkmalen, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hamburg fördern konnte. 

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