03.02.2026

Weit über 50 nordrhein-westfälische Denkmale erhielten 2025 eine DSD-Förderung

Nordrhein-Westfalen
Gasometer in Dinslaken
Der Gasomenter in Dinslaken ist eines von über 50 Denkmalen in Nordrhein-Westfalen, die 2025 von der DSD gefördert wurden

Deutsche Stiftung Denkmalschutz freut sich über die Erfolge im vergangenen Jahr

In Nordrhein-Westfalen erfreuten sich 2025 weit über 50 Denkmale der Hilfe durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die Unterstützung durch die Förderer der Stiftung war ungebrochen. Private Spenden, die Erträge der DSD-Treuhandstiftungen und die der Lotterie GlücksSpirale, dazu zahlreiche Nachlässe und Geldauflagen ermöglichten der privaten Denkmalschutzstiftung allein in Nordrhein-Westfalen, neben Beratung, Begleitung und Besichtigung der Objekte auch über 4,4 Millionen Euro in Förderverträge zu binden. Bundesweit unterstützte die DSD im vergangenen Jahr über 610 Objekte mit rund 34,9 Millionen Euro.

Zu den Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 2025 in Nordrhein-Westfalen gehörte beispielsweise der Gasometer in Dinslaken. Der sich im Ortskern befindliche Teleskop-Gasbehälter der Stadtwerke wurde 1902 von der Berlin-Anhaltinischen Maschinenbau AG errichtet und im Jahr darauf als Teil des am Standort befindlichen ersten Dinslakener Wasser- und Gaswerkes in Betrieb genommen. Der Dinslakener Teleskop-Gasbehälter zählt zu den frühesten noch erhaltenen Vertretern dieser Behälterbauweise in Deutschland. Er ist als hydraulischer Gasbehälter aus überlappenden, miteinander vernieteten Stahlblechen konstruiert und besteht aus einem zylindrischen, nach oben offenen Wasserbecken sowie einem beweglichen Hub-Element mit geringerem Durchmesser, der sogenannten „Glocke“. Zu den weiteren DSD-Projekten des vergangenen Jahres gehörten auch St. Kunibert in Köln, wo dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale das Wurzel-Jesse-Fenster unterstützt werden konnte, oder die Kapelle von Gut Vordereichholz in Steinheim, wo die DSD die Dachsanierung förderte. Schließlich wurde auch der Extertalbahn, der Wassermühle in Nideggen und der Stadtmauer in Meschede Unterstützung zuteil. Jedes dieser Denkmale stellt eine einmalige Kostbarkeit dar.

Das Förderprogramm der Deutschen Stiftung Denkmalschutz umfasst private und öffentliche Denkmale, darunter Bürgerhäuser, Burgen, Kirchen, Klöster, Schlösser, technische Denkmäler, aber auch archäologische Grabungen und historische Grünanlagen. Nur durch die tatkräftige Mithilfe vieler Mitbürger lassen sich diese Kunstschätze unserer Kulturlandschaft erhalten. Die Förderung durch die DSD versteht sich daher immer auch als Anerkennung des beispielhaften Bemühens der Denkmaleigentümer, Fördervereine, Kommunen und Gemeinden in ihrem Einsatz für den kulturellen Erinnerungsschatz, der uns allen Heimat bewahrt.

Weitere Infos und Beispiele unter www.denkmalschutz.de

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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