03.12.2024

Altarrestaurierung in Schloener Kirche

Mecklenburg-Vorpommern
Altar in der Schloener Kirche* Foto: Dietmar Gallinat

Geburt Christi nach einem Gemälde von Correggio

Für die Restaurierung der Altargemälde in der evangelisch-lutherischen Kirche in Schloen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der treuhänderischen Ella Freifrau von Lüttwitz-Stiftung in der DSD 15.000 Euro zur Verfügung. Das Gotteshaus, ein rechteckiger Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert mit Turmsockel und Chor aus dem darauffolgenden Jahrhundert, gehört nunmehr zu den über 630 Objekten, die die DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Mecklenburg-Vorpommern fördern konnte.

Zum Objekt:

Der Altar besteht aus einem dreigeschossigen Altaraufsatz mit Schranken, reichem Akanthusblattwerk und sonstigen Schnitzereien aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Mittelbild zeigt die Geburt Christi nach einem Gemälde von Correggio. Auf der Predella ist der Fischzug Petri dargestellt, die Medaillons links und rechts des Hauptbilds widmen sich Christus – bei der Kreuztragung und als Guter Hirte –. Das Medaillon über dem Mittelbild zeigt Christus umgeben von Putten. Bekrönt wird der Altar von einem geschnitzten Engel, der eine Posaune bläst und einen Palmzweig hält. Bei den beiden weiteren Figuren, die das obere Medaillon flankieren, handelt es sich vermutlich um Evangelistendarstellungen. Das Leinwandgemälde wurde Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts neu angefertigt. Vermutlich wurde sogar der gesamte Altar neu gefasst.

Geschädigt sind die Leinwandbilder durch Staub und Vogelexkremente. Kerzenwachs und Ölfarbenanstriche haben für Verschmutzungen gesorgt. Im Holzwerk sind hohl liegende bzw. fehlende Farbschollen, Verluste an den Schnitzfiguren, fehlende Attribute und Abbrüche an den Schleierbrettern zu beheben. Auch die letzte Goldbronzeüberfassung der ursprünglichen überwiegend bräunlich korrodierten Goldpartien muss bearbeitet werden.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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