13.04.2026

Anmeldefrist beim Handwerkerpreis in Nordrhein-Westfalen läuft ab

Handwerk Nordrhein-Westfalen

Bewerbungen noch bis 26. April 2026 möglich

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz loben in diesem Jahr den „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“ in Nordrhein-Westfalen aus. Die Bewerbungsfrist endet am 26. April 2026. Handwerksbetriebe, Architekten, Denkmalpfleger und private Bauherren können in den kommenden Tagen noch Vorschläge und Bewerbungen an den Zentralverband des Deutschen Handwerks, Anton-Wilhelm-Amo-Straße 20-21, 10117 Berlin, einreichen.

Mit dem jährlich in zwei Bundesländern ausgeschriebenen Preis werden seit 1994 private Denkmaleigentümer ausgezeichnet, die durch die Hinzuziehung qualifizierter Handwerksbetriebe bei der Erhaltung des kulturellen Erbes Vorbildliches geleistet haben. Mit der Auszeichnung sind für die Denkmaleigentümer Zuschüsse für die prämierten Restaurierungsmaßnahmen in Höhe von insgesamt 30.000 Euro verbunden, die ausführenden Handwerker werden mit entsprechenden Urkunden ausgezeichnet.

Die Ausschreibung des Preises in Nordrhein-Westfalen erfolgt in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung der beteiligten Fachämter, dem LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland und der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW als Oberster Denkmalschutzbehörde, der Staatskanzlei, der Architektenkammer NRW sowie dem Handwerkskammertag NRW und den Handwerkskammern Aachen, Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld, Düsseldorf, Dortmund, zu Köln, Münster und Südwestfalen. Der Preis wurde in Nordrhein-Westfalen zuletzt 2017 ausgelobt. Die Verleihung des Preises wird am 13. Oktober 2026 durch den Ministerpräsidenten erfolgen.

Durch den Preis versprechen sich Handwerk und Denkmalschutz eine weitere Qualitätsverbesserung bei Restaurierungsarbeiten an Kulturdenkmalen in Privatbesitz. Die Denkmaleigentümer sollen motiviert werden, bei der Erhaltung ihrer historischen Bauten auf die Qualität und Leistungsfähigkeit handwerklicher Betriebe zurückzugreifen. Zudem soll der Preis die Handwerker auf das in vieler Hinsicht lohnende Arbeitsfeld Denkmalpflege aufmerksam machen, für das in den eigens dafür eingerichteten handwerklichen Fortbildungszentren Möglichkeiten der Fortbildung und Zusatzqualifikation angeboten werden.

Die „Allgemeinen Vergaberichtlinien“ und das Antragsformular lassen sich nach Eingabe von „Bundespreis“ in der Suche auf der Homepage des ZDH (https://www.zdh.de) und bei der DSD unter www.denkmalschutz.de/bundespreis herunterladen.

Die Burg Herstelle in Beverungen erhielt 2017 den ersten Preis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Das Wohn- und Bürohaus Deilmann in Münster erhielt 2017 den ersten Preis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Das Torhaus in Steinfurt erhielt 2017 den zweiten Preis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Das Wohnhaus in Detmold erhielt 2017 den zweiten Preis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Das Fachwerk-Wohnhaus in Werne erhielt 2017 den dritten Preis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Die Wohn- und Geschäftshäuser in der Sechziger Str. in Köln erhielten 2017 den dritten Preis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Die Industriehalle Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr erhielt 2017 einen Sonderpreis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Die Ehm. Leibzucht Meierhof Heepen in Bielefeld erhielt 2017 einen Sonderpreis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Die Wallfahrtskapelle in Arnsberg erhielt 2017 einen Handwerkerpreis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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