DSD kann Kirchengemeinde dank Reinfeld-Stiftung mit 30.000 Euro unterstützen
Die Dorfkirche Fresdorf erhält für ihre weitere Instandsetzung erneut Unterstützung von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Möglich ist das erneut dank einer erneuten zweckgebundenen Spende der Herbert, Käthe und Helga Reinfeld-Stiftung. Der Fördervertrag über 30.000 Euro wird am Freitag, den 4. September 2026, um 15.00 Uhr von Dr. Francesca Oldenburg, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Reinfeld-Stiftung und Dr. Nicolas Junglas, Referent Spender-Service der DSD, an Nadja Mattern, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Stücken-Blankensee, zu der Fresdorf gehört, überreicht.
Die Mittel kommen Maurer- und Putzarbeiten an Langhaus und Turm sowie der Sanierung der historischen Kirchenfenster zugute. Vorgesehen sind die Ausbesserung von Putzschäden und Rissen an den Fassaden, die Wiederherstellung bauzeitlicher Gliederungselemente – etwa die schmalen Lichtöffnungen des halbrunden Anbaus (Apsis) – sowie Arbeiten an den teilweise stark verwitterten Holzfenstern. Diesen sollen aufgearbeitet und wo notwendig, nach historischem Vorbild rekonstruiert werden. Teil der Maßnahme ist auch die Wiederherstellung der ursprünglichen Bleiverglasung, die heute nur noch teilweise erhalten ist.
Die aktuelle Förderung kommt einer Teilmaßnahme des zweiten Bauabschnitts zugute und knüpft an eine erste Förderung für den bereits abgeschlossenen ersten Bauabschnitt an. Dabei wurden Dachstuhl und Dachdeckung der Kirche instandgesetzt. Die DSD konnte im Vorjahr dank der Herbert, Käthe und Helga Reinfeld-Stiftung Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten mit 50.000 Euro fördern. Zu den ausgeführten Maßnahmen gehörten die Verstärkung des Dachstuhls, eine neue Belattung sowie die Neueindeckung des Kirchendachs mit Sinterbibern. Diese Biberschwanzziegel werden heißer gebrannt als herkömmliche Tonziegel. Beim Sinterbrand wird das Material so hoch erhitzt, dass sich die Poren schließen und die Oberfläche dicht verschmilzt. Beim Abkühlen entsteht eine feste, fast glasartige Schicht. Das Produkt ist „gesintert“. Sinterbiber sind sehr robust und witterungsbeständig.
Die Dorfkirche Fresdorf steht auf einer Anhöhe des Dorfangers und geht in ihren Ursprüngen auf das frühe 13. Jahrhundert zurück. Der heutige Bau entstand um 1724 als rechteckiger Saalbau unter Verwendung der Reste eines mittelalterlichen Feldsteinbaus. Im Jahr 1854 wurden Turm und Apsis, die halbkreisförmig und überwölbt von einer Halbkuppel an den Hauptraum anschließt, gebaut. Die Dorfkirche in Michendorf-Fresdorf ist ein einschiffiges Kirchengebäude mit Vorhalle, Turm und Orgelempore mit einer raumprägenden Ausmalung von Saal und Apsis.
Über ihre denkmalpflegerische Bedeutung hinaus spielt die Kirche eine wichtige Rolle für das gesellschaftliche Leben des Ortes. Neben Gottesdiensten finden hier Konzerte, Ausstellungen, Chorveranstaltungen und Treffen der Dorfgemeinschaft statt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Kinder- und Jugendarbeit. Dieser Nutzungsmix soll auch künftig erhalten bleiben und durch die laufenden Sanierungsmaßnahmen langfristig gesichert werden.
Die Dorfkirche Fresdorf in Michendorf ist eines der mehr als 770 Denkmale, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale bisher allein in Brandenburg fördern konnte.
FÜR PRESSEVERTRETER:
Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.