09.04.2026

Art-Deco-Malerei in Osnabrück restauriert: Bronzetafel erinnert an Förderung

Niedersachsen
Art-Deco-Malerei in Osnabrück
Art-Deco-Malerei in Osnabrück

Übergabe der Plakette am 13. April – DSD hat Hochschule mit 50.000 Euro unterstützt

„Gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“: Eine Bronzetafel mit dieser Aufschrift wird künftig daran erinnert, dass die Stiftung Hochschule Osnabrück für die Restaurierung von Wandmalereien im einstigen Hotel Westerberg mit 50.000 Euro unterstützt worden ist.

Die bronzene Plakette, die künftig am Gebäude angebracht sein wird, wird von Caroline Bäßler, Mitglied im Ortskuratorium Osnabrück der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) am Montag, den 13. April 2026, um 14.00 Uhr an Sandra Brune-Brüggemann von der Stiftung Fachhochschule Osnabrück überreicht.

Die Malereien, die im Rahmen der geförderten Arbeiten konserviert und restauriert worden sind, stellen ein seltenes Zeugnis hochwertiger Dekorationsmalerei der späten 1920er Jahre in Deutschland dar. Gemalt wurde freihändig in Ockertönen, als Motiv sind unregelmäßige geometrischen Formen im Stil des Art Deco sowie florale Motive zu sehen. Urheber der Malerei ist der Künstler Wilhelm Gerstenberger.

Zum Objekt:

2019 hat die Hochschule das geschichtsträchtige Gebäude gekauft und umgebaut und nutzt es heute als Seminargebäude. Das Haus wurde bereits 1899 erbaut und war als „Hotel zum Westerberg“ bekannt. Das Haus befindet sich im gleichnamigen Stadtteil, in einem Wohnviertel westlich der Osnabrücker Innenstadt und südlich des Botanischen Gartens.

1899 beauftragte Ernst Tietz den Architekten Wilhelm Propfe mit den Planungen eines Restaurations- und Logierhauses mit Kegelbahn und Stallungen. 1901 wurde das Hotel fertiggestellt. 1927 erweiterte der Hotelier Alber Söhnchen das Gebäude. Bei diesen Arbeiten entstand auch die Wandmalerei im Festsaal. Irgendwann übertüncht, wurden die Malereien bei den Renovierungsarbeiten der Hochschule 1990 wiederentdeckt.

Der villenartige, gründerzeitliche Kernbau wird durch geschwungene Giebel, Türmchen und Erker sowie Fachwerkelemente geprägt. Südlich schließt sich ein zurückhaltender gestalteter Anbau von 1927 an, hier befinden sich auch der Festsaal und Gerstenbergers Kunst.

Das einstige Hotel Westerberg mit seinen Malereien ist eines von über 580 Objekten, die die DSD dank ihrer privaten Förderer, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen und mithilfe der GlücksSpirale in Niedersachsen bisher unterstützen konnte.

Für Pressevertreter:
Bei Terminangaben ist die Pressemitteilung als Einladung zu verstehen.
 

Art-Deco-Malerei in Osnabrück
Art-Deco-Malerei in Osnabrück
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