Zeugnis der Krankenhausgeschichte zwischen Kaiserreich, Nachkriegszeit und Mauerbau
Für die Restaurierung der historischen Ausstattung im Strahlenhörsaal der Charité stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 70.000 Euro zur Verfügung. Die Förderung wurde möglich dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale.
Der Strahlenhörsaal gehört zu den 1907 errichteten Eckbauten des gynäkologischen Pavillons der Charité und ist Teil der städtebaulichen und funktionalen Neuanlage des Universitätsklinikums um 1900. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs blieb der südliche Eckbau mit dem vollständig überlieferten Hörsaal erhalten. In den Jahren 1951 bis 1954 wurde der Pavillon neu errichtet und der historische Eckbau architektonisch integriert. Bis 1961 blieb der Hörsaal in Nutzung, bevor das an der Grenze zu West-Berlin gelegene Gebäude geschlossen und der Saal außer Betrieb genommen wurde.
Heute veranschaulicht der Hörsaal die Bau- und Nutzungsgeschichte der Charité vom ausgehenden 19. Jahrhundert über die Nachkriegszeit bis in die Zeit des Mauerbaus. Gefördert wird die Restaurierung der historischen Ausstattung, darunter das Gestühl, die Türen, die Pendelleuchten, die Schiebetafelanlage sowie ein Röntgenbilderschrank. Ziel ist es, den Raum in seiner überlieferten Gestalt zu bewahren und künftig wieder als Veranstaltungs- und Ausstellungsort zugänglich zu machen.
Der Strahlenhörsaal in Berlin gehört zu den über 240 Projekten, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Soziallotterie von Lotto, allein in Berlin gefördert hat.