13.05.2026

Besondere Grabmale vom Jakobi-Friedhof in Peine können aufgearbeitet werden

Handwerk Niedersachsen
Steinernes Grabmal mit Relief zweier Figuren vor roter Backsteinwand und umgeben von blühendem Bodendecker.
Historische Grabmale auf dem Jakobi-Friedhof in Peine.

Grabsteine sind teilweise reich ornamental verziert und zeigen biblische Szenen

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) kann dank einer Nachlassspende die Erhaltung historischer Grabmale auf dem Jakobi-Friedhof an der Gunzelinstraße in Peine unterstützen. Die symbolische Übergabe des Fördervertrags findet am Dienstag, den 19. Mai 2026, um 15.00 Uhr auf dem Jakobi-Friedhof in Peine statt. Walter Dröge, DSD-Ortskurator Braunschweig, übergibt den Vertrag an die Leiterin des Friedhofs, Barbara Grobe.

Die Förderung beläuft sich auf 29.000 Euro. Mit den Mitteln wird die denkmalgerechte Aufarbeitung von sieben Grabsteinen, die sich, befestigt an den Außenwänden der Friedhofskapelle, um das Gebäude herum gruppieren, und einer Grabstele auf dem Gelände des einstigen Alten Friedhofs, unterstützt. Die Stele befindet sich auf dem Gelände des einstigen Alten Friedhofs im Südosten der Stadt, der heute ein Park ist. Die sieben bewahrten Grabsteine stammen vermutlich von dort.

Die Grabsteine besitzen Denkmalwert, da sie aus einer Zeit stammen, in der die Bestattungskultur anders geprägt war als heute. Die Gestaltung der Grabmale mit Ornamenten und Schriften gibt Einblick in Familiengeschichten ebenso wie in religiöse Vorstellungen vergangener Jahrhunderte. Die Grabsteine verfügen über teils reichen Bildschmuck und zeigen Darstellungen biblischer Szenen.

Im Rahmen der Aufarbeitung gilt es beschädigte Inschriften zu erneuern und Abplatzungen an den Oberflächen zu reparieren sowie Moos‑ und Algenbewuchs zu entfernen. Ziel der Maßnahme ist es, die Lesbarkeit der Schriften zu verbessern, weitere Substanzverluste zu verhindern und die Grabmale dauerhaft zu erhalten.

Nördlich der Peiner Kernstadt liegt der Kirchhof der St.-Jakobi‑Gemeinde. Zentraler Bau ist die um 1890 errichtete Friedhofskapelle, ein einschiffiger Ziegelbau mit Satteldach und Dachreiter. Über dem Hauptportal befindet sich ein Engel‑Mosaik, auf der Nordseite schließt sich ein etwas niedrigerer Gebäudeanbau mit Rückportal an.

Mit der Förderung trägt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dazu bei, diese selten gewordenen Zeugnisse dauerhaft zu sichern. Damit gehören die Grabmale in Peine zu den über 580 Denkmalen, die die DSD bisher aus privaten Spenden, den Erträgen ihrer Treuhandstiftungen sowie den Mitteln der Lotterie GlücksSpirale allein in Niedersachsen fördern konnte.

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