29.08.2013

Besonderes in Mecklenburg-Vorpommern am Tag des offenen Denkmals

Mecklenburg-Vorpommern
Die Schwedenmühle in Anklam © Klaus Reuter

Großes Besuchsangebot und viele Attraktionen

Kurzfassung: Am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, dem 8. September 2013 sind in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 200 Denkmale geöffnet. Zu den Besonderheiten gehören unter anderem die ehemalige Landesirren-, Heil- und Pflegeanstalt Domjüch in Neustrelitz, die ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt in Rostock, die Schwedenmühle in Anklam und der Wasserturm in Waren. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert den Tag des offenen Denkmals, die wohl größte Kulturveranstaltung in Deutschland, bundesweit seit 1993. Weitere Infos zum Programm unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Langfassung: Die Ehemalige Landesirren-, Heil- und Pflegeanstalt Domjüch Am Domjüchsee 1 in Richtung Fürstensee in 17235 Neustrelitz Altstrelitz gehört am Tag des offenen Denkmals, dem 8. September 2013, zu den Besonderheiten der zu besichtigenden Denkmale in Mecklenburg-Vorpommern. Am Denkmaltag ist das 1902 errichtete Gebäude von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu besichtigen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es als Militärstandort der Sowjetarmee genutzt. Von 1993 bis 2010 standen die acht denkmalgeschützten Gebäude inmitten einer Parkanlage am See leer. Seither bemüht sich ein Verein um den Erhalt der Bausubstanz. Ab 10.30 Uhr führen dessen Mitglieder stündlich durch die Anlage.

 <img src="https://www.denkmalschutz.de/fileadmin/_migrated/RTE/RTEmagicC_54.png.png" data-htmlarea-file-uid="63" data-htmlarea-file-table="sys_file" txdam="6193" height="195" width="300" alt="" />© Christel Lau 2010

Eine weitere Besonderheit ist die ehemalige Stasi-Untersuchungs­haftanstalt in der Hermannstraße 34b in 18055 Rostock Steintorvorstadt. Gebaut Ende der 1950er Jahre wurde das Gebäude ab 1960 als Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit genutzt. Heute ist in einem Teil des Zellentrakts eine Dokumentations- und Gedenkstätte untergebracht mit einer Dauerausstellung zum DDR-Staatssicherheitsdienst. Am Denkmaltag ist das Gebäude von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Führungen werden nach Bedarf angeboten.

 <img src="https://www.denkmalschutz.de/fileadmin/_migrated/RTE/RTEmagicC_55.png.png" data-htmlarea-file-uid="64" data-htmlarea-file-table="sys_file" txdam="6194" height="224" width="300" alt="" />© BStU, Außenstelle Rostock

Die Schwedenmühle in der Greifswalder Straße 8 in 17389 Anklam wurde 1726 als erste Holländerwindmühle Anklams auf dem Peen­damm errichtet. Zur Zeit der Schwedenherrschaft in Pommern war in der Mühle die schwedische Gerichtsstube untergebracht. Der Verein Schwedenmühle Anklam setzt sich für die Rettung der vom Verfall bedrohten Mühle ein. Am Tag des offenen Denkmals ist die ansonsten nur auf Anfrage geöffnete Mühle von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr zugänglich. Vereinsmitglieder führen durch das technische Denkmal.

 <img src="https://www.denkmalschutz.de/fileadmin/_migrated/RTE/RTEmagicC_57.png.png" data-htmlarea-file-uid="66" data-htmlarea-file-table="sys_file" txdam="6195" height="224" width="300" alt="" />© Klaus Reuter

Schließlich gehört auch der Wasserturm Auf dem Nesselberg 1 in 17192 Waren zu den Besonderheiten des Denkmaltags in Mecklenburg-Vorpommern. Der im Jahr 1900 errichtete Turm wurde 2009 von der Bewahren Ferienhaus eG gekauft und 2010/2011 in enger Zusammenarbeit mit der Landesdenkmalpflege umgebaut, um dort vier Ferienwohnungen einzurichten. Die Grundstruktur des Industriedenkmals blieb dabei erhalten. Am 8. September ist der sonst nicht geöffnete Wasserturm von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr zugänglich, halbstündlich finden Führungen statt.

 <img src="https://www.denkmalschutz.de/fileadmin/_migrated/RTE/RTEmagicC_59.png.png" data-htmlarea-file-uid="67" data-htmlarea-file-table="sys_file" txdam="6196" height="422" width="300" alt="" />© Bewahren Ferienhaus eG

Weitere Informationen zum Programm unter www.tag-des-offenen-denkmals.de

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Sie setzt sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Ihr ganzheitlicher Ansatz ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion Tag des offenen Denkmals®.

Rund 600 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereits über 7.500 Denkmale mit mehr als einer drei viertel Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Doch immer noch sind zahlreiche einzigartige Baudenkmale in Deutschland akut bedroht. mehr erfahren

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