Zur Erinnerung an die privaten Förderer
Für die Instandsetzung der Tordurchfahrt zum Prater im Prenzlauer Berg sowie für die Fenster und Türen der Straßenfront-Fassade des Kopfbaus stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 75.000 Euro zur Verfügung. Nun überbringt bei einem Pressetermin vor Ort am Mittwoch, den 16. Juli 2025 um 12.30 Uhr Julia Beier vom Ortskuratorium Berlin der DSD an Bürgermeisterin Dr. Cordelia Koch eine Bronzetafel mit der Aufschrift „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“. Die Plakette soll an das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Der Prater gehört zu den über 240 Objekten, die die private, in Bonn ansässige, spendensammelnde Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Berlin fördern konnte.
Der Prater wurde ursprünglich 1837 nur als Bierausschank gegründet. 1852 erwarb die Familie Kalbo das Etablissement und baute es aus. Damit entwickelte sich der Prater zu einer populären Freizeitstätte, an der auch Theater- und Varietévorstellungen stattfanden. Die historische Vergnügungsstätte im Zentrum des Ortsteils besteht aus Theatergebäuden mit ihren Anbauten und aus Gaststätten. Sie ist als herausragendes Zeugnis der wachsenden Stadt des 19. Jahrhunderts eine der ältesten erhaltenen und noch heute betriebenen Vergnügungs- und Erholungsstätten der Hauptstadt.
Zum Objekt:
Die Tordurchfahrt entstand 1875 im Zuge einer Überbauung der Einfahrt. Putz-, Stuck- und Farbgestaltung basierten auf einer spätklassizistischen Formensprache. Die Kreuzgewölbe wurden mit einer dekorativen Malerei ausgestaltet, rahmende Bänder und Schablonierungen in rot-ockerner Grundfarbigkeit. Die zwei Längswände gliedern große, zurückgesetzte Rundbogenfelder und hervortretende Pilaster. Die ebenfalls zurückgesetzten Wandfelder sind mittels Stuckierungen in Ober- und Unterwände aufgeteilt. Die Oberwände besaßen in der Mitte jeweils eine Stuckrosette. Die Tordurchfahrt präsentiert eines der wenigen, überkommenen Beispiele einer beidseitig offenen, reich gestalteten, spätklassizistischen Durchfahrt in Berlin.
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